Kategorie: Unser schöner Land

Schwarzwurzeln sind der Spargel des Winters

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die Schwarzwurzel trägt ihren Beinamen Spargel des Winters nicht umsonst!

Unter der schwarzen, erdigen Schale, von welcher sich ihr Namen ergeben hat, verbirgt sich ein wahrer Schatz, der dem Spargel in kaum etwas nachsteht.

Wenn man die Schale erst einmal entfernt hat, zeigen sich schlanke, schneeweiße Stängel, die nicht nur toll aussehen, sondern auch noch so richtig gut schmecken. Bei der Zubereitung ist zu beachten, die Wurzeln unter fließendem Wasser zu schälen, da die austretende Milch sehr klebrig ist.

Der feine, einzigartige Geschmack der frischen Schwarzwurzel entschädigt dann jedoch für die etwas mühevolle Zubereitung.

Leider gilt die Schwarzwurzel hier in unserem Land immer noch als das Mauerblümchen unter den Wintergemüse-Sorten, denn während alle Welt im Winter über Rotkohl und Grünkohl spricht, weiß kaum jemand, was man so alles Leckeres aus Schwarzwurzeln zaubern kann. Was die Schwarzwurzel darüber hinaus sehr interessant macht, ist:

Man kann mit Schwarzwurzeln Osteoporose vorbeugen!

Es handelt sich um ein sehr kalorienarmes Gemüse, welches ideal ist fürs schlank

bleiben und fürs schlank werden.

100 Gramm haben nur 16 Kalorien.

Die Schwarzwurzel liefert viele, viele Ballaststoffe und ist dadurch sehr gut für eine gesunde, aktive Verdauung.

Sie enthält einzig und allein das Vitamin B 1, welches unsere Nerven stärkt.

  Ebenso viele Mineralstoffe und Spurenelemente: Magnesium für Herz und Kreislauf ,
Kalium für die Nerven, Verdauung und die Muskeln,
Eisen fürs Blut, Kupfer für die Gehirnarbeit sowie
Mangan für die Leber.

Man kann mit dem regelmäßigen Konsum von Schwarzwurzeln bestimmten Alltagsbeschwerden vorbeugen, aber auch bereits vorhandene
gesundheitliche Störungen positiv beeinflussen.

Wer zum Beispiel hin und wieder Innereien in den Speiseplan einbaut, die bekanntlich viele Purine enthalten, welche im menschlichen Organismus zu Harnsäure abgebaut werden, der tut gut daran, dazu Schwarzwurzeln zu essen, weil das Spurenelement Mangan in dem Gemüse den raschen Abbau der Purine fördert. Die entgiftende Tätigkeit der Leber wird gefördert.

Die Bildung der roten Blutkörperchen wird angeregt. Wenn man Schwarzwurzeln mit Tomaten kombiniert, die viel Folsäure enthalten, kann man diese Wirkung noch verstärken.

Schwarzwurzeln enthalten viel Kupfer und wirken damit der

Osteoporose

diesem allseits gefürchteten Knochenschwund, entgegen.

Wenn jemand regelmäßig Medikamente einnehmen muss, so kann dadurch ein Kupfermangel im Körper entstehen. Dem kann man durch regelmäßiges Essen von Schwarzwurzeln entgegenwirken. Frauen in den Wechseljahren, die fast immer mit Osteoporose-Problemen konfrontiert sind, sollten regelmäßig Schwarzwurzeln auf ihren Speiseplan haben.

Wer reichlich Schwarzwurzeln isst, der kann damit bis zu einem gewissen Grad verhindern, dass Umweltgifte, wie zum Beispiel Blei, vom Körper aufgenommen werden, was besonders wichtig für Menschen ist, die viel dem Straßenverkehr ausgesetzt sind. Hashtag: CO2

Ich wünsche Euch von Herzen gerne ganz viel Spaß in der Küche beim Experimentieren mit dem „Spargel des Winters“, einen besonders guten Appetit und einen wundervollen Sonntag

Euer „alter Mann“

Werner Heus

Gedanken zum Tag des deutschen Apfels 2020

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

am heutigen Samstag, dem 11. Januar, ist:

Tag des deutschen Apfels 2020

Da ich sehr gerne Äpfel esse, habe ich mir ein paar Gedanken dazu gemacht, vor allem, was es denn überhaupt noch an deutschen Apfelsorten zu kaufen gibt?

Der Brite behauptet ja:

An apple a day keeps the doctor away!

Grob übersetzt bedeutet das:

„Eß täglich einen Apfel & Du brauchst keinen Doktor!“

Aber ich esse sie nicht nur, weil sie gesund sind, sondern vor allem weil sie mir gut schmecken. Aufgrund dessen, dass sie mir auch noch besonders gut bekommen, habe ich lange Zeit jeweils einen am Vormittag und einen am Nachmittag sozusagen als Zwischenmahlzeit gegessen.

In den letzten Jahren konnte man im Discounter für etwa zwei Euro einen ganzen Beutel Äpfel erwerben und aktuell zahlt man gerade für deutsche Äpfel im Angebot 0,89 Euro pro Kilogramm.

 

Da ich mich über abgepackte Äpfeln einige mal so richtig geärgert habe, weil sie zum Beispiel regelrecht „mehlig“ waren, freue ich mich immer, wenn ich irgendwo lose Äpfel zu einem annehmbaren Preis sehe! Tja, und dann drehe ich sie vor dem Kauf drei Mal um, schaue sie von allen Seiten an, kaufe einen, gehe nachhause, probiere und dann entscheide ich, ob ich mir mehr davon hole oder eben nicht.

Wenn Apfelbäume Früchte tragen, stellt sich die Frage, wann man die Äpfel pflücken kann.

Sortenbeschreibungen geben dazu einen ersten Anhaltspunkt, aber eben nur das, nicht mehr und nicht weniger, denn die Pflückreife wird in erster Linie durch das Wetter bestimmt.

Wenn man einen Apfel probiert, kann sich sehr schnell Enttäuschung breit machen. Die eine Sorte schmeckt nicht so wie erwartet und die andere ist beispielsweise zu hart. Aber daraus zu folgern, dass der Apfel noch länger am Baum bleiben muss, kann ein fataler Irrtum sein.

Bei Äpfeln, wie auch bei vielen anderen Obstsorten, gibt es einen Unterschied zwischen der Pflück– und der Genussreife.

Die Pflückreife bestimmt wann der Apfel geerntet werden soll, die Genussreife den Zeitpunkt des Verzehrs.

Es gibt Apfelsorten, die man direkt vom Baum essen kann, andere muss man teils monatelang lagern, um den gewünschten Geschmack zu erzielen.

Bei Sorten, die man erst lagern muss bevor sie ihre Genussreife erhalten, ist es nicht so einfach. Ein erster Ansatz für das Erreichen der Pflückreife ist, ob sich der Stil des des Apfels gut vom Baum lösen lässt, was man am besten durch eine Drehbewegung erreicht.

Weitere Kriterien sind die Größe und das Gewicht, sowie die Färbung der Schale und letztendlich die Kerne – weiße Kerne weisen auf unreife Äpfel hin!

Zu spät geerntete Früchte weisen oft eine verminderte Lagerfähigkeit und erhebliche Qualitätseinbußen auf.

Warum muss man eigentlich viele Apfelsorten einlagern?

Solange wie der Apfel am Baum hängt, wird er über den Stil mit Nährstoffen versorgt. Wird er gepflückt ist diese Nährstoffzufuhr unterbrochen. Sogenannte Pektine (Stärke) beginnen sich zu zersetzen und der Apfel reift nach.

Im Laufe der Zeit wird der Apfel weicher und es entwickeln sich nach und nach weitere Aromastoffe. Nun ist die Genussreife erreicht.

Wie lange man Einlagern muss ist sortenabhängig.

Lagert man den Apfel zu lange setzt Fäulnis ein (Überreife).

Wird der Apfel viel zu früh geerntet, findet keine Nachreife statt.

Wie bei allen Prozessen in der Natur geschieht auch das nicht ohne Grund. Das oberste Ziel der Pflanze ist die Fortpflanzung. Diese geschieht beim Apfel über die Kerne, die sich in den Äpfeln befinden.

Wird ein Apfel von einem Tier gefressen, werden die Kerne an anderer Stelle wieder ausgeschieden. Für ein Tier ist ein unreifer Apfel allerdings uninteressant.

Aus diesen Gründen sorgt die Pflanze durch chemische Prozesse dafür, dass die Frucht auch dann noch nachreift, wenn sie vom Baum fällt oder gepflückt wird. Denn somit ist sie nicht nur  für Menschen attraktiv, sondern auch entsprechend für Tiere.

Wie attraktiv kann man oft in meiner deutschen Lieblingsserie „Sturm der Liebe“ sehen.

Ich weiß ja nicht, was Ihr heute so macht, aber ich gehe in den Discounter auf „Jagd“ nach kostengünstigen, losen Äpfeln.

Habt einen schönen Tag mit vielen glücklichen Momenten, einen guten Start in das Wochenende und mein Tipp des Tages lautet: esst mehr Äpfel

Euer „alter Mann“

Werner Heus

Na siehste wie schön ein Weihnachtsmarkt ist

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Weihnachtsmärkte habe in unserem Land eine lange Tradition.

Und mal so ganz ehrlich unter uns gefragt: was wäre Weihnachten ohne den Weihnachtsmarkt?

Denn Weihnachtsmarkt bedeutet:

festlich geschmückte Straßen, Plätze und Häuser, überall ertönt besinnliche Musik, ein süßlich-herzhafter Duft liegt in der Luft. Bei einem Bummel steigt die Vorfreude auf Weihnachten.

Ganz egal ob nun nur zum gemütlichen Beisammensein, für den Genuss von Glühwein oder Punsch und auch allerlei Leckereien oder für die Besorgung der Weihnachtsgeschenke so erfreuen die Weihnachtsmärkte viele Menschen in der vorweihnachtlichen Zeit und verkürzen auch das Warten auf den Heiligabend.

 Ursprünglich war es so, dass sich sich die Kirchen durch den Aufbau der Märkte in der Nähe der Gotteshäuser ganz einfach höhere Besucherzahlen erhofften. Da war aber eher der Wunsch der Vater des Gedanken, denn die Menschen kamen vor allem wegen des weihnachtlichen Ambientes auf den Weihnachtsmarkt.

Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb haben viele Weihnachtsmärkte ihr traditionelles Konzept bis heute erhalten. Sie sind auch deshalb immer noch sehr viel beliebter als die modernen Märkte, die eher einem Wochenmarkt, einer Kirmes oder gar einem Rummel ähneln.

In Deutschland gehören der Striezelmarkt in Dresden und der Christkindlesmarkt in Nürnberg. zu den ältesten bekannten Weihnachtsmärkten mit langer Tradition.

Jedoch auch in vielen anderen deutschen Städten, ebenso in Österreich und einigen anderen europäischen Ländern bieten Weihnachtsmärkte traditionelle Handwerkskunst, sowie orts- oder regionale Spezialitäten.

Darüber hinaus findet eine große Vielzahl weihnachtlicher Events statt.

Eine kulinarische Besonderheit ist das typische Aachener Backwerk: Printen, die durch geschnitzte Holzschablonen verschiedene Formen erhalten, Lebkuchen und Spekulatius.

In Braunschweig bieten etwa 140 Kunsthandwerker und Marktkaufleute verschiedenste Produkte und Köstlichkeiten, sowohl aus der Region, als auch aus aller Welt an, unter anderem Keramik- und Glaswaren, Kerzen oder Holzspielzeug.

Der Chemnitzer Weihnachtsmarkt gilt als einer der schönsten in Sachsen.

Rund um das Rathaus wird in mehr als zweihundert Holzhütten unter anderem die traditionelle Holzschnitzkunst aus dem Erzgebirge angeboten. Absolut nicht zu übersehen sind die fünfstöckige, zwölf Meter hohe Weihnachtspyramide und ein fünf Meter hoher Lichterbogen.

Die Stadt Goslar im Harz bezaubert den Besucher mit ihren schmalen Gassen, mit Schiefer verkleideten Fachwerkhäusern und nostalgischem Flair. In der Adventszeit zieht in dieser verträumten Kulisse der historischen Altstadt der Weihnachtsmarkt mit seinen urigen Holzhütten ein und der dazugehörige Weihnachtswald sorgt obendrein noch für eine märchenhafte Stimmung.

Tja, und da fehlt ja noch das Marzipan, welches ursprünglich für die Kalifen im Orient kreiert wurde und hierzulande traditionell in Lübeck hergestellt wird.

Rund um das Rathaus der Hansestadt werden alljährlich über 200 Verkaufsstände aufgebaut, die verschiedenste Marzipan-Spezialitäten anbieten.

Beim Weihnachtsbasar der Konditorei Niederegger können Besucher zudem einen Blick hinter die Kulissen der Herstellung von Marzipan werfen.

Wer die schönsten Weihnachtsmärkte in Deutschland und Österreich bereits kennt, dem kann ich von Herzen gerne eine Reise in eines unserer anderen Nachbarländer empfehlen, denn die haben ebenfalls eindrucksvolle Märkte zu bieten.

Werner Heus

 

Die 5. Jahreszeit beginnt am Martinstag

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ext. Bildfür viele Menschen ist heute wahrscheinlich „nur“ ein Tag, wie jeder andere.

Als geborener Kölner schlagen in meiner Brust heute zwei Herzen!

Auch, wenn ich schon seit 1979 dauerhaft aus der Heimat fort und nur noch sehr selten vor Ort bin.

Es sind Tradionen, die ich als Kind kennen, lieben und zu schätzen gelernt habe.

So mag ich nach wie vor die „Fröhlichkeit“ der „5. Jahreszeit“ und freue mich, dass sich die Menschen in meiner Heimat diese Tradition und damit auch ganz sicher ein Stück Lebensqualität immer bewahrt haben

und

andererseits erinnere ich mich – als Kind in einer überwiegend streng katholischen Gegend aufgewachsen – wie gerne ich mit meiner, damals immer in beinahe akribischer Kleinarbeit selbst gebastelten Laterne, am Abend hinter dem Pferd, auf welchem der Sankt Martin saß, zusammen mit dem ganzen Dorf hinterher marschiert bin!

Und wir während des Laternenumzuges mit großer Freude und aus voller Kehle die Martinslieder gesungen haben. Ganz besonders das Lied, welches von der Legende des „Heiligen Sankt Martin“ handelt, klingt in unserem Kölner Platt sehr schön.

Wenn dann der Laternenumzug durch das Dorf endete, bekamen alle Kinder einen Weckmann (aus süßem Brot)!

martins-weckmann

 

 

Dieser Weckmann sah wirklich und wahrhaftig wie ein Mann aus. Er war mit einer eingebackenen Tonpfeife versehen, die uns als Kindern monatelang danach noch als Spielzeug diente und unser Herz erfreute.

 

 

Und dann war da noch etwas:

der Laternenumzug durch das Dorf endete immer auf dem Schulhof. Und mit einer Verlosung. Einige Wochen vor dem 11. November konnte man in vielen ortsansässigen Geschäften Lose erwerben.

An diesem Martinsabend wurden dann immer lebende Gänse und Enten in Gedenken an die Legende des Heiligen Sankt Martin und mit Blick auf das nahende Weihnachtsfest verlost.

Der Legende nach soll sich Martin ja in einem Gänsestall vor den Bürgern von Tours versteckt haben, aber letztendlich haben ihn die Gänse dann doch durch ihr Geschnatter verraten.

Tja, und den Abschluss des Abends bildete dann das Martinsfeuer, welches eine lange Tradition hat. Dieses Feuer ist als Symbol zu verstehen, denn Feuer bringt Licht in das Dunkel, so wie der Heilige Sankt Martin mit seinen Taten.

Diese Erinnerung möchte in niemals missen!

Wie auch immer Ihr diesen Tag heute empfindet, ich wünsche Euch für heute von Herzen gerne ganz viel Freude, Herzlichkeit und einen perfekten Start in die neue Woche

Werner Heus

 

Auf zu den tollen Attraktionen der Annakirmes

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

am Freitag, dem 27. Juli 2019 beginnt in Düren die

Annakirmes

die bis zum 4. August, also neun Tage lang dauert.

Einige Leser werden sich nun vielleicht fragen, wie ich nun ausgerechnet auf Düren komme und wo das überhaupt ist?

Grob gesagt liegt Düren etwa in der Mitte zwischen Köln und Aachen, also in Nordrhein-Westfalen und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut zu erreichen.

Als Jugendlicher bin ich mit den Großeltern jedes Jahr zur „Anna„, wie diese Kirmes liebevoll von den Einheimischen, wie auch den Besuchern genannt wird, gefahren. Dort lebte auch eine meiner Tanten, die ich sehr gerne mochte.

Diese Kirmes war für mich immer etwas ganz Besonderes und ist es bis heute auch geblieben!

Während der traditionsreichen Annakirmes, deren Wurzeln bis in das 16. Jahrhundert zurückgehen, sieht und erlebt der Besucher neben dem bekannten und bewährten Bild eines Volksfestes in Deutschland auch auffällige Konstruktionen, welche die Blicke unweigerlich auf sich ziehen.

Rund 800.000 Besucher lassen sich jedes Jahr von den rund 150 Fahrgeschäfte auf einer Länge von zweieinhalb Kilometern begeistern im darauf folgenden Jahr wieder zu kommen.

Am Eröffnungstag findet die Weltmeisterschaft im Kirschkernweitspucken statt.

Eingeweihte sind gespannt, ob „Die Renate“ zum Favoritenkreis zählen würde, hatte sie doch erst kürzlich noch ein halbes Kilo der dicken Knupper dafür verwendet, um vom Balkon aus Passanten mit den Kernen zu beglücken.

In diesem Jahr werden folgende Attraktionen den Ruf der Annakirmes als größtes Volksfest in der Euregio Maas-Rhein unterstützen:

Alpen Coaster, Drifting Coaster, Break Dancer no2, Heroes, Avenger, Schlittenfahrt, Skyfall, XXL Racer, Shake n Roll, Europa Rad, Flipper, Wellenflug, Rutsch’n, The Tower, Action House, Fuzzy’s Lachsaloon, Pirates Adventure,
Geisterstadt, 9D Cinema, Fahrt ins Paradies, Beach Party und  2 x AS

Die Annakirmes entstand ursprünglich aus der Verehrung der

Heiligen Mutter Anna im Mittelalter.

Im Jahre 1501 hatte der Steinmetz Leonhard aus Kornelimünster das „Annahaupt“ in Mainz entwendet, nach Düren gebracht und den dortigen Franziskaner-Mönchen überlassen.

Abgesandte der Mainzer Stephanskirche hatten die Reliquie zwischenzeitlich wieder in ihren Besitz gebracht, gaben sie jedoch auf Drängen der Dürener Landfrauen im Gasthaus „Zum Goldenen Stör“ wieder zurück.

Nach ein jahrelanger Rechtsstreit zwischen Düren und Mainz, entschied Papst Julius II. am 18. März 1506 wie folgt:
„Das Annahaupt solle fortan in Düren bleiben.“

Die Annakirmes ist besonders nachts weithin durch ihre einmaligen Lichteffekte sichtbar, zum Beispiel: das 50 Meter hohe Riesenrad wird von 35.000 Glühbirnen beleuchtet und bietet in 36 Gondeln Platz für je 6 Personen.

Einer der absoluten Höhepunkte findet am Freitag mit dem großen Brilliant Feuerwerk statt.

Wer das Flair eines großen Volksfestes mit vielen Attraktionen und modernsten Fahrgeschäften mag, dem kann ich einen Besuch der Annakirmes wirklich nur wärmstens – lach bei den aktuellen Temperaturen im wahrsten Sinne des Wortes – empfehlen.

Ich wünsche uns allen von Herzen gerne einen wundervollen Start in eine herrliche Woche mit aushaltbaren Temperaturen und ganz viel Freude

Werner

 

Eiszeithöhlen auf der Schwäbischen Alb

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

am Sonntag, dem 9. Juli 2017 wurden im polnischen Krakau während einer Sitzung die Eiszeithöhlen auf der Schwäbischen Alb von dem UNESCO-Komitee als Weltkulturerbe anerkannt!

Nach den Angaben der UNESCO sind die sechs Höhlen der Eiszeitkunst auf der Schwäbischen Alb Zeugnis von einer der frühesten figurativen Kunst weltweit!

Sie liefern wichtige Erkenntnisse über die Entwicklung der Kunst.

Zu den sechs Höhlen gehören die Vogelherdhöhle (siehe Bild),

der Hohle Fels sowie die Höhlen Hohlenstein-Stadel und Geißenklösterle.

Sie hatten auf Platz Eins der deutschen Vorschlagsliste aus dem Jahr 2017 gestanden und wurden doch tatsächlich einstimmig zum Weltkulturerbe erklärt.

Die Höhlen rund um die Ortschaft Blaubeuren, im Alb-Donau-Kreis gelegen, gelten als eines der wichtigsten Ausgrabungsgebiete für Archäologen.

Unter anderem fanden Forscher dort die älteste bekannte Menschenfigur der Welt, die mehr als 40.000 Jahre alte Venus vom Hohle Fels (siehe Bilder) .

Bei den Ausgrabungen, die seit den 1860er Jahren laufen, wurden auch acht Flöten aus Vogelknochen oder Mammutelfenbein gefunden.

Die Skulpturen aus Mammutelfenbein sind meist nicht größer als sechs Zentimeter.

In vielen Fällen wurden Tiere nachgebildet, die einst in der Region vorkamen:

Höhlenlöwen, Bären, Wisente und Mammuts sowie verschiedene Vögel.

Einen Sonderfall stellt mit 31 Zentimetern der Löwenmensch dar!

Es handelt sich dabei um ein mystisches Mischwesen aus Mensch und Höhlenlöwe.

Und dieses Mischwesen gilt zugleich als die älteste Darstellung eines Mannes.

Diese Fundstücke sind bis zu

43.000 Jahre alt.

Sie gehören zu den ältesten Zeugnissen für eine bewusste künstlerische Betätigung des frühen Menschen.

Die wichtigsten Funde aus dem Bereich der Schwäbischen Alb können

in Museen in Ulm, Tübingen und Blaubeuren besichtigt werden.

Die nunmehr sechste Welterbestätte repräsentiert die kulturelle Vielfalt und Geschichte Baden-Württembergs, sagte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU). „Sie ist einzigartig, faszinierend und von überragender Bedeutung. Dieses Erbe gilt es zu schützen und für nachfolgende Generationen zu bewahren.“

Und auch der Tourismusminister Guido Wolf (CDU) äußerte sich zur Auszeichnung:

„Mit der Ernennung der Eiszeithöhlen zum Weltkulturerbe wird das schon jetzt überaus attraktive Angebot an archäologischen Sehenswürdigkeiten im Land weiter aufgewertet.“

Im Hochsommer sind die Eiszeithöhlen ein perfekter Ort, um sich mal etwas Abkühlung zu verschaffen und gleichzeitig Weltkulturerbe zu besichtigen.

Am 6. Juli 2019 mit dem historischen Wassermanagement-System in Augsburg (Bayern) und der Bergbauregion Erzgebirge zwei weitere deutsche Weltkulturerbe- und Naturstätten in die begehrte UNESCO-Liste aufgenommen. Die Zahl des besonders schützenswerten Kultur- und Naturerbes in Deutschland stieg damit auf 46 und die Tendenz ist weiter steigend.

Na dann,

drücken wir doch von Herzen gerne die Daumen, dass es weitere Sehenswürdigkeiten aus unserem schönen Land schaffen, in die UNESCO-Liste aufgenommen zu werden.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen einen wundervollen Tag mit herrlichen Sonnenstrahlen

Werner

Cismar ist eine kulturelle Perle an der Ostsee

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ab heute möchte ich Euch auf eine Rundreise durch kulturelle Perlen unseres Landes mitnehmen.

Von Anfang 1990 bis Mitte 1993 habe ich in Berlin gearbeitet. Als absoluter Liebhaber der Ostsee

habe ich viele freie Wochenenden dort verbracht, um sie von West nach Ost zu erkunden.

Dabei stieß ich dann irgendwann auf die Ortschaft:

Cismar

einen 800 Seelen Ort mit Flair, welcher im kulturellen Zentrum des Ostseeheilbades Grömitz liegt.

Cismar ist nicht nur ein Kloster- und Künstlerdorf, sondern auch ein echtes Kulturzentrum.

Das Kloster Cismar, welches den Kern der Ortschaft bildet, ist ein ehemaliges Benediktiner Kloster, wo man in der Sommer-Saison mittwochs und sonntags an einer ca. 1 Std. dauernden Führung teilnehmen kann, die äußerst empfehlenswert ist.

Das Haus der Natur Cismar zeigt als Naturmuseum die größte Ausstellung von Schnecken und Muscheln in Deutschland.

Was die Kunst betrifft, geht die Bandbreite von Alter Schriftkunst und Japanischer Keramik über eine Pottery-Keramikwerkstatt bishin zum Literaturverein im Weissen Haus.

Das absolute Highlight in jedem Jahr ist das jeweils am zweiten Wochenende im August stattfindende Klosterfest, welches als der schönste Kunsthandwerkermarkt Norddeutschlands weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt ist. Neben buntem Treiben geht es in einer unverwechselbaren Mischung aus Nostalgie, Kunsthandwerk, Musik und gepflegter Beköstigung, um eine wundervolle Atmosphäre, wie sie es wohl nur in Cismar geben kann.

In diesem Jahr findet das Klosterfest vom 9. bis 11. August 2019 statt.

Die Kunsthandwerker und Künstler präsentieren an drei Tagen jeweils von 10.00 bis 23.00 Uhr den Besuchern in breiter Palette nicht nur ihre sehenswerten Arbeit, sondern in den meisten Fällen zeigen sie auch live vor Ort, wie ihre Werke entstehen.

Es wird also nicht nur verkauft, sondern auch gezeigt, wie die kleinen und großen Kunstwerke entstehen.

Das gibt dem Klosterfest ein ganz besonderes Flair.

Sehr beeindruckend ist auch das Spektrum an Ausstellern:

Bildhauer, Bürstenmacher, Drechsler, Drucker, Glasbrenner, Gürtler, Holzspielzeugmacher, Keramiker, Maler, Korbflechter, Rahmenfertiger, Seiler, Silberschmiede, Täschner und Weber

Die meisten Künstler und Handwerker arbeiten dabei sogar in nostalgischen Kostümen.

Also, schon einmal den Termin im August einplanen und übrigens verläuft durch Cismar der neu angelegte Jakobsweg via Scandinavica von Puttgarden nach Lübeck führend.

So, und nun setzen wir uns alle in Auto, Bus oder Bahn und treffen uns in ein paar Stunden vor Ort, um die ersten Eindrücke gemeinsam zu sammeln, o.k.?

Ich wünsche uns allen von Herzen gerne viele Sonnenstunden

und ausreichend Zeit zum Erholen und Kraft tanken

Werner

Der Spreewald ist eine Reise wert

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ich vertrete die Meinung, dass ein Menschenleben nicht ausreichen wird, um alle schönen „Ecken“ Deutschlands kennenlernen zu können, geschweige denn dort sogar einen Urlaub verbringen zu können.

Während der zwei Jahre, die ich im Land Brandenburg, genauer geschrieben in der Lausitz, in Spremberg, der „Perle der Lausitz“ gelebt und gearbeitet habe, ist mir der nahegelegene Spreewald, nicht nur wegen der Gurken, lach, wo übrigens seit Mitte Juni die Ernte im vollem Gange ist, aufgrund seiner herrlichen Natur, der vielen Sehenswürdigkeiten und der unzähligen Ausflugsmöglichkeiten so richtig ans Herz gewachsen.

©TMB-Fotoarchiv/TV Spreewald e.V.

Wer beispielsweise im Spreewald Urlaub machen möchte, wird beeindruckt sein von der Natur. Unzählige Fließe schlängeln sich durch die Natur. Eine traditionelle Kahnfahrt gehört bei einem Besuch im Spreewald wie selbstverständlich ganz einfach dazu. In den Ortschaften Burg, Lübbenau, Lübben oder Schlepzig befinden sich Häfen, um eine Kahnfahrt anzutreten. Bei den Kahnfahren durch das Biosphärenreservat Spreewald erzählt der Fährmann ganz viel Interessantes zur Geschichte und Entwicklung des Spreewaldes.

Es werden unterschiedliche Kahntouren angeboten, mit einer Fahrtdauer von 1,5 Stunden bis zu 8 Stunden. Unterwegs stoppt man vielleicht an einem Gurkenstand, wo man die berühmten Spreewaldgurken und Schmalzbrot verkosten kann.

 

Um die einmalige Natur so richtig kennen zu lernen,

sollte man für die erste Kahnfahrt zwei bis drei Stunden einplanen.

Wer selbst Hand anlegen mag, paddelt durch die Fließe und erkundet dieses wundervolle Wasserparadies während einer Bootstour und für die Fahrradfans bietet sich der Gurkenradweg an, der sich etwa 260 Kilometer lang malerisch durch die wunderschöne, sehenswerte Region schlängelt.

Wenn man einige Tage im Spreewald verbringen möchte und nicht nur paddeln, radeln oder mit dem Kahn fahren mag, dann hat der Spreewald noch einiges mehr zu bieten, denn attraktive Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten, wie Museen, Kirchen und herrliche Parks lassen dort keinesfalls Langeweile aufkommen.

Abends warten dann Massagen mit Spreewaldkräutern und Leinöl, herrlich gesundes Schwitzen im Saunadorf Lübbenau oder sich ganz einfach treiben lassen im Solebad der Therme in Burg, soviel zum Thema Wellness im Spreewald. Auch schon eine kurze Auszeit kann wunderbar entspannen und zum Wohlbefinden entscheidend beitragen.

Da ich hier weder Werbung betreiben, noch Tipps oder Ratschläge aussprechen möchte, empfehle ich ganz einfach unter dem Stichwort: Spreewald eine Googlesuche durchzuführen.

Und in diesem Sinne wünsche ich viel Spaß und einen wundervollen sonnigen Tag mit vielen schönen Momenten.

Werner

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