Kategorie: Rund ums Net

Appell zum Ändere-Dein-Passwort-Tag 2020

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

am heutigen Samstag, dem 1. Februar, beginnt nicht nur ein neuer Monat, sondern es ist weltweit der in meinen Augen absolut wichtige

ÄndereDeinPasswortTag 2020

Von der unendlichen Vielfalt an „kuriosen Feiertagen“ laut dem Kleinen Kalender gefällt mir persönlich dieser Tag unter seinem Sicherheitsaspekt sehr gut! 

Sicherheit und gerade in der digitalen Welt ist eine never ending story!

Ständig kommen mehr und mehr Apps, Spiele und Programme auf den Markt. Diese erhöhen auch das Sicherheitsrisiko ungleich auf Euren Handy`s und PC`s!

Bitte schaut Euch bevor Ihr irgendwelche Apps installiert im Internet um, ob es Erfahrungsberichte gibt, besonders im Hinblick auf Sicherheitslücken gibt.

Man kann sich selbst als Person, die eigene Privatsphäre, besonders die Bankdaten und andere sehr relevante persönliche Daten nicht regelmäßig genug schützen, um vor bösen Überraschungen wirklichn wirksam gefeit zu sein.

Persönlich ändere ich meine Passwörter aktuell mindestens sechs mal im Jahr!

Denn exakt diese umfangreichen und vielfältigen persönlichen Informationen animieren Cyberkriminelle, digitale Identitäten zu stehlen und sie zu missbrauchen

Unsichere Passwörter sind perfekte „Einladungskarten“ für Cyberkriminelle!

 

Es ist exakt genau so, als wenn man bei sich zuhause in der Haustür den Schlüssel stecken lassen würde!

Um sich wirkungsvoll gegen sogenannte Crack-Programme zu schützen, braucht es ein Passwort, welches aus einer zwölfstelligen Kombination aus Klein– und Großbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen besteht, die weder in einem Duden, noch in einem Lexikon steht. Also, etwas, was auf den ersten und auch auf den zweiten Blick noch aussieht, wie eine völlig sinnlos zusammengesetzte „Geschichte“ und umso sinnloser erscheinend, umso sicherer.

Aber es gibt da noch einen „Pferdefuß„:

bitte, bitte für JEDEN Account, jedes Profil, jedes Konto, etc. ein eigenes Passwort anlegen!

Wer sich die Passwörter nicht merken kann, sollte einen Passwortmanager benutzen. Dazu einfach über die Google-Suche nach Informationen suchen, wo man dann aber auch ein kraftvolles MASTER-Passwort anlegen sollte.

Mir bleibt dann jetzt nur noch an Euch zu appellieren, meine von Herzen gerne lieb gemeinten Tipps zu beherzigen.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen einen sicheren Start in den neuen Monat und einen perfekten Start in ein hoffentlich erholsames Wochenende

Euer „alter Mann“

Werner Heus

 

Gedanken zum Europäischen Datenschutztag 2020

Liebe Leserinnen, liebe Leser

am  heutigen Dienstag, dem 28. Januar, ist:

Europäischer Datenschutztag 2020

Seit dem Jahr 2007 findet jährlich am 28. Januar der Europäische Datenschutztag statt.

Er soll die Bürgerinnen und Bürger für den Schutz ihrer persönlichen Daten und die Sicherheit im Internet sensibilisieren.

2017 trat die 2016 durch das EU Parlament verabschiedete Datenschutzreform unter dem Slogan: „EU fit fürs digitale Zeitalter“

in Kraft.

Diese Reform war die Erste dieser Art seit dem Jahr 1995 und war somit schon lange überfällig. Die Novellierung passt nun endlich die Richtlinien des Datenschutzes an die Anforderungen des 21. Jahrhunderts und das ebenso rasante, wie auch gigantische Wachstum der digitalen Medien in den letzten Jahren an.

Zweiundzwanzig Jahre lang hat man das Internet „schleifen“ lassen und heute sieht man die Ergebnisse in Form von Kinderpornographie, Rechtsradikalismus, Terrorismus, etc. und all das andere Schindluder, welches im Netz getrieben wird!

Das Ziel der Beschlüsse ist die Rückgewinnung der persönlichen Entscheidungsfreiheit jedes einzelnen Internet-Nutzers über seine persönlichen Daten und die Schaffung eines qualitativ hohen und EU-weit einheitlichen Datenschutzes.

Was hat sich im Wesentlichen geändert?

Das Recht auf Vergessenwerden

Unter bestimmten Bedingungen haben EU-Bürger das Recht sich an die Suchmaschinenbetreiber, wie z.B.: Google, Yahoo, Bing, etc. zu wenden, um ihre gespeicherten Daten löschen zu lassen. Dieses Recht besteht dann, wenn die Personenbezogenen Daten nicht von öffentlichem Interesse oder veraltet sind.

Verarbeitung der Daten nur nach ausdrücklicher Einwilligung der betroffenen Person

Sollten Unternehmen die persönlichen Daten von EU-Bürgern für ihre eigenen Zwecke verwenden, ist zukünftig die ausdrückliche Zustimmung der betroffenen Person notwendig und diese Zustimmung kann jederzeit widerrufen werden.

Das Recht auf Datenübertragbarkeit

Persönliche Daten, beispielsweise in sozialen Medien, sollen zukünftig auf Verlangen des betroffenen EU-Bürgers von einem Anbieter zum anderen übertragbar sein.

Die genaue Umsetzung dieses Rechts ist zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht gesichert.

 

Das Recht über Datenschutzverletzungen bezüglich der eigenen Person informiert zu werden

In diesem Zusammenhang gibt es wesentlich schärfere Sanktionierungen bei Verletzungen des Datenschutzes durch Unternehmen, die nun zu einer Strafzahlung von bis zu 4% ihres weltweiten Jahresumsatzes verurteilt werden können.

Eine weitere vor allem für mich ganz persönlich sehr interessante Neuerung betrifft die EU-weite Zusammenarbeit von Polizei und Justiz.

Neue Mindeststandards in der Verarbeitung und dem internationalen Austausch sollen zukünftig dafür sorgen, dass zum einen die Privatsphäre von Opfern und Tätern europaweit gewahrt bleibt, zum anderen jedoch ein verbesserter internationaler Austausch von persönlichen Daten durch Polizeibehörden möglich wird und so vor allem die Terrorismusbekämpfung ganz deutlich forciert werden kann.

Den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union wurde eine Frist von zwei Jahren gewährt, um die oben genannten Punkte dieses Beschlusses in nationales Recht umzuwandeln.

In der Hoffnung, dass die letzten noch fehlenden Umsetzungen zügig und reibungslos vonstatten gehen, sehe ich positiv in die Zukunft, aber ich finde das die DSGVO ihre Bewährungsprobe nur bedingt bestanden hat und eine Nachbesserung notwendig ist!

Als Abschluss seines Vorsitzes der Konferenz der unabhängigen Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder im zurückliegenden Jahr richtet der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Rheinland-Pfalz den 14. Europäischen Datenschutztag aus.

Die Veranstaltung unter dem Titel „Künstliche Intelligenz – Zwischen Förderung und Bändigung“ findet heute in der Vertretung der Europäischen Kommission in Berlin statt.

Mit großer Spannung sehe ich den Berichten über diese Veranstaltung entgegen.

  In der Zwischenzeit wünsche ich uns allen von Herzen gerne eine auch datenmäßig gut geschützte Zukunft

Euer „alter Mann“

Werner Heus

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