Liebe Leserinnen, liebe Leser,

am heutigen Sonntag, dem 2. Februar,

ist einer der Tage laut dem „Kleinen Kalender“ im Internet, dem ich persönlich aufgrund der vielen Vergehen achtloser Menschen im Bereich der Natur, für extrem wichtig erachte:

Welttag der Feuchtgebiete 2020

Am 2. Februar 1971 wurde in Ramsar im Iran das Übereinkommen über

Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung

mit dem Ziel verabschiedet, Feuchtgebiete nachhaltig zu nutzen und zu schützen.

Zum Gedenken an die sogenannte Ramsar-Konvention (Vereinbarung) der UNESCO wird der heutige Tag begangen, der 1997 ins Leben gerufen wurde.

Der Schutz der Feuchtgebiete als Rast- und Überwinterungsplatz für Wasser- und Watvögel sowie als Grundwasserfilter und Überschwemmungsschutz soll in dieser Vereinbarung sichergestellt werden. 

 Diverse Naturschutzorganisationen setzen sich für naturnahe Flüsse und Auen und den Erhalt und die Renaturierung von Mooren ein, allen voran die ehrenamtlichen Helfer des NABU, die Naturschutzgebiete sowohl an Nord- wie auch an der Ostseeküste und auch an den Binnenseen betreuen.

In Plön widmet sich eine ganze NABU-Landesstelle fachlich dem Thema Wasser und Feuchtgebieten. Ob es sich um die Vogelinsel Trischen im Wattenmeer mit ihren Seevogel-Kolonien, das Wennebeker Moor bei Rendsburg mit seinen Feuchtwiesen und Seggesümpfen oder das Teichgut Wallnau auf Fehmarn handelt, so ist das Engagement des NABU Schleswig-Holstein zum Erhalt der biologischen Vielfalt überall gefragt. 

Unter dem Begriff Feuchtgebiet versteht man:

Auen, Bruchwald, Feuchtwiesen, Moor, Ried oder Sumpf, die alle gemeinsam haben, dass die dort ansässige Fauna und Flora sich an den jeweils ganzjährig vorhandenen Wasserüberschuss angepasst hat. Sie dienen hier aber vor allem als Rast- und Überwinterungsplatz für viele Vogelarten.

Darüber hinaus haben die Feuchtgebiete jedoch noch eine weitere große ökologische Bedeutung, denn zum einen fungieren sie als Grundwasserfilter und natürlicher Überschwemmungsschutz, zum anderen werden hier weltweit große Mengen an Kohlendioxid gespeichert.

Gerade was Kohlendioxid betrifft, der ja nun seit Jahren im Zusammenhang mit der Diesel-Affäre hin und her diskutiert wird, spielt der Schutz der Feuchtgebiete eine wichtige Rolle bei den Bestrebungen zur Reduzierung des Treibhauseffektes. Besonders dahingehend wird ihr weltweiter Schutz durch die Ramsar-Konvention geregelt und dort ganz besonders betont.

Im Zusammenhang mit der finanziellen Förderung des NABU hat mich eine kleine Anekdote mal so regelrecht erheitert und zum Schmunzeln gebracht: 

Zitat: „Wir kümmern uns schließlich auch um Feuchtgebiete„, so Susanne Gahr, Pressesprecherin beim ORION Versand.

Diese ein ganz klein wenig doppeldeutige Verbindung zwischen dem unermüdlichen Engagement von Naturschutzverbänden zum Erhalt von Feuchtgebieten und dem Gleitmittel-Portfolio im Sortiment von ORION hat das Flensburger Erotik-Unternehmen dazu bewogen, einen Teil seiner Einnahmen aus dem Gleitmitteln-Verkauf an den NABU Schleswig-Holstein zu spenden. Diese Entscheidung verdient Respekt!

Ich möchte von Herzen gerne an jeden einzelnen Bürger in unserem Land appellieren in der Natur viel mehr Acht zu geben, Verschmutzungen und Müll zu vermeiden und insgesamt einfach bewusster zu handeln, um unsere letzten Ressourcen zu erhalten und nachhaltig zu schützen.

Euer „alter Mann“

Werner Heus