Kategorie: Mythen und Irrtümer

Freitag der 13 – Aberglaube oder Mythos?

Liebe Leserinnen, liebe Leser

nahezu jeder Mensch pflegt Bräuche oder führt Rituale durch ohne, dass es einem wirklich so richtig bewusst ist oder man überhaupt einen Gedanken daran verschwendet.

Als sehr abergläubisch gelten ja die Fußballspieler.

Von dem ehemaligen rumänischen Spieler Adrian Mutu etwa ist folgender Satz überliefert:

„Böse Flüche können mir nichts anhaben, weil ich meine Unterwäsche auf links trage!“

Also, gibt es doch ebenso einfachen, wie wirkungsvollen Schutz vor dem vermeintlich Unglück bringenden Freitag, dem Dreizehnten!, wenn denn jemand vor diesem Tag Angst hat.

Es werden Glücksbringer zu irgendwelchen Prüfungen mitgenommen, es hängt eine Talisman oder ein Schutzengel im Auto oder wir machen bestimmte „Dinge“ von Zahlenkombinationen abhängig, so auch an der Zahl: dreizehn.

Herzlich willkommen am ersten von zwei dieser sagenumwobenen Freitage im Jahr 2020

der nächste ist dann am 13. November.

 

Freitag der

13.

ergibt keinerlei Grund sich dem
Aberglauben hinzugeben oder besondere Vorsicht walten zu lassen, wie viele weltweit Forschungen ergeben haben:

 

Psychologen bekommen an einem
Freitag dem 13. nicht mehr Anrufe
als an anderen Tagen.
Das zeigt doch, dass für die Menschen
dieser Tag zwar ein Grund darüber zu reden
ist, aber ganz sicher kein Grund sich zu fürchten.

Warum sollte das auch so sein?

In sehr vielen Ländern der Welt ist
Freitag der 13.
sogar ausdrücklich zum Glückstag erklärt.

ext. Bild

Es wird sogar als ausgesprochenes Glück bezeichnet, wenn es Freitag den 13. gibt.

Die 13 ist in Griechenland und in
China alleine schon deshalb beliebt,
weil sie größer als die 12 ist und
dadurch über ihr „steht“.

Die Krankenversicherer
registrieren an einem Freitag, dem Dreizehnten nicht mehr Unfälle, als
an jedem anderen Tag,

im Gegenteil:
statistisch betrachtet ist die Anzahl gemeldeter
Unfälle oder sonstiger Schäden sogar leicht geringer als an
anderen Freitagen.

Auch sonstige Versicherungsfälle sind an
diesem Tag nicht höher als an jedem
anderen Freitag.

Nach Angaben der Versicherer waren
es in den vergangenen zehn Jahren
sogar durchschnittlich 400 Schäden weniger.

Also,

nehmt diesen Tag ganz einfach so,

wie jeden anderen Tag.

Ich wünsche Euch von Herzen gerne:
kommt gut rein, noch viel besser durch und habt einen sanften Start in ein hoffentlich wundervolles Wochenende mit ganz viel Sonnenschein und reichlich glücklichen Momenten

Euer „alter Mann“

Werner Heus

Der Funkensonntag ist ein feuriger Brauch

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

am  heutigen Sonntag, dem 1. März  wird im Schwabenland der:

Funkensonntag

begangen,der erster von sechs Fastensonntagen der katholischen Kirche ist.

Seinen Namen erhielt er von den Abbrennen in der Regel wirklich meterhoher Holzscheite, den sogenannten Funken. Verbreitungsgebiet des Feuerbrauchs ist der schwäbisch – allemannische Raum, also Schwarzwald, Schweiz, Allgäu, Vorarlberg sowie das Tiroler Oberland.

Mittlerweile ist dieser Funkenbrauch im Vorarlberg sogar Immaterielles Kulturerbe, denn 2010 wurde es in Österreich in die UNESCO-Liste aufgenommen.

Das Funkenfeuer am Funkensonntag gehört zu den wohl ältesten Bräuchen im Schwabenland.

Über den Ursprung und die Bedeutung streiten die Experten. Einige sehen in den Funkenfeuern Überreste eines heidnisch-keltischen Brauchtums zur Vertreibung des Winters, während andere den Funken als christliches Ritual interpretieren.

Nicht umsonst werde der Funkensonntag nämlich immer am Sonntag nach Aschermittwoch und damit zu Beginn der Fastenzeit abgehalten, heißt es. Nachweisen lässt sich der Funkensonntag tatsächlich schon seit Ende des elften Jahrhunderts.

Gäbe es ein Rating der beliebtesten Bräuche würde der Funkensonntag zumindest bei den Kindern und Jugendlichen in bestimmten Regionen ziemlich weit vorne rangieren.

Kaum sind die letzten Akkorde und Trommelwirbel der Fasnacht verhallt, sammeln die Schulkinder mit großem Eifer brennbares Material. Seit einigen Jahren kommt dafür nur noch unbehandeltes Holz, Karton und Papier in Frage, während in früheren Zeiten so ziemlich alles, was brannte, wobei am beliebtesten alte Reifen waren, in Rauch und Flammen aufging.

Bis der Funken endlich angezündet werden kann, sind einige Vorbereitungen zu treffen.

In Vorarlberg wird diese Arbeit vielerorts von einer Funkenzunft übernommen.

Am Faschingsdienstag wird die Funkentanne geschlagen, welche in Teilen Vorarlbergs eine Länge von bis zu 30 Meter betragen!

Am Samstag vor dem Funkensonntag wird mit dem Aufbau des Funkens begonnen. Ist der Funken errichtet, wird am Geäst der Funkentanne eine lebensgroße Stoffpuppe, die sogenannte Funkenhexe, befestigt. Im Bauch der Hexe befindet sich oft Schießpulver.

Verschiedenste Erklärungen deuten den Funkensonntag als Relikt eines germanischen Frühlingskultes bzw. eines heidnischen Neujahrsfestes.

Diese Erklärung ist jedoch wissenschaftlich nicht haltbar.

Die heidnische Interpretation des Brauchs lässt Überlieferung, Termin des Brauchs oder das in manchen Orten stattfindende Rügeverfahren völlig außer Acht.

Das Abbrennen des Funkens steht vielmehr in engen Zusammenhang mit der Fastnacht.

Außerdem diente der Funken zur Verbrennung von Unrat – noch heute werden alte Christbäume in den Funken geworfen.

Mir persönlich war dieser Tag bis ich ihn im Kleinen Kalender entdeckt habe, nicht bekannt. Umso interessanter fand ich die Recherche und was tatsächlich dahintersteckt.

Ich wünsche uns allen von Herzen gerne einen erholsamen Sonntag, vielleicht mit einigen feurigen Momenten

Und einen perfekten Start in den Monat März, der es hoffentlich gut mit uns allen meint

Euer „alter Mann“

Werner Heus

Schützt uns Vitamin C wirklich vor Erkältung?

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ext. Bild

die Winterzeit ist ja nun bekanntlich auch Erkältungszeit und die Meinungen, wie man sich gezielt vor einer Erkältung schützen kann, gehen ziemlich weit auseinander.

Viele Menschen haben da so ihre eigenen Methoden für sich individuell herausgefunden, die Medizin bietet Grippeschutzimpfungen und vieles mehr. Unsere älteren Menschen schwören auf Hausmittel unterschiedlichster Art, etc, etc, etc

Sehr weitverbreitet ist die Meinung, dass Vitamine schützen! Ganz besonders wird diese gute Eigenschaft dem Vitamin C nachgesagt!, aber ist das auch tatsächlich so?

Vitamin C ist ein wasserlösliches Vitamin. Unser Körper muss es regelmäßig mit der Nahrung aufnehmen. Vor allem in Zitrusfrüchten und frischem Gemüse ist es vorhanden.

In unserem menschlichen Körper benötigen Vitamin C für ganz viele Stoffwechselprozesse. Eine positive Wirkung hat das Vitamin beispielsweise auf die optimale Funktion des Immunsystems.

Schützt uns Vitamin C vor Erkältung?

Im Winter schlucken viele Menschen Vitamine, die jetzt es ja heutzutage als Pulver oder Brausetabletten gibt, um ihr Immunsystem auf Vordermann zu bringen.

Und ganz besonders Vitamin C soll vor Erkältungen schützen, was aber nur sehr bedingt richtig ist.

Zwar kann das Vitamin eine Erkältung abmildern oder verkürzen, verhindern kann es sie jedoch nicht.

Als vorbeugende Einnahme schützt Vitamin C nicht vor Erkältungen, es lindert allenfalls ein wenig die Symptome, wenn man bereits erkältet ist.

Vitamin C verbessert zwar die Wirksamkeit der zur Immunabwehr des Körpers
gehörenden Fresszellen, aber den vielleicht gewünschten Schutzschild gegen die Viren, die eine Erkältung auslösen, bildet es leider nicht.

Aber ein Gutes hat Vitamin C doch:

ext. Bildes ist besonders wirksam gegen die freie Radikale, die im Verdacht stehen unser Immunsystem zu schwächen.

Entgegen aller Meinungen oder Annahmen ist auch die berühmte heiße Zitrone nicht dafür geeignet vor Krankheiten zu schützen.

Das liegt explizit daran, dass Zitronen gar nicht so viel Vitamin C enthalten, wie allgemein angenommen wird.

Der geringe Anteil in der Frucht ist außerdem hitzeempfindlich und wird durch hohe Temperaturen, wie in heißer Zitrone schnell zerstört.

Na ja,
immerhin hält eine Heiße Zitrone – zumindest für eine Zeit lang – schön warm.

Ich wünsche Euch von Herzen gerne eine möglichst erkältungsfreie Winterzeit mit vielen schönen kuschelig warmen Momenten für Körper, Geist und Seele

und wenn es ginge doch ein paar Schneeflocken … zwinker

Euer „alter Mann“

Werner Heus

Kann man Schnee denn wirklich riechen?

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ich erinnere mich in meiner Jugend von einigen älteren Menschen gehört zu haben, es rieche nach Schnee. Ich konnte das nie nachempfinden bzw. verstehen und so bin ich der Frage:

ext. BildKann man Schnee riechen?

ausführlich nachgegangen.

Rein physikalisch betrachtet ist Wasser, sei es in seiner flüssigen oder kristallinen Form, geruch- und geschmacklos. Andererseits behaupten Personen manchmal, Schnee an seinem Geruch wahrnehmen zu können.

Viele Menschen glauben wirklich, Schnee riechen zu können.

Einige hochbetagte Zeitgenossen behaupten sogar, die weißen Flocken „erschnuppernzu können, bevor sie denn überhaupt vom Himmel fallen.

Aber kann man Schnee wirklich riechen?
Oder bilden wir uns das nur ein?

Schnee, wenn er vom Himmel fällt, hat normalerweise keinen Eigengeruch.

Das liegt daran, dass Wasser geruchs– und geschmacksneutral ist.

Allerdings ist das Wasser, so wie es in der Natur vorkommt, nicht absolut rein,
Schnee also demzufolge auch nicht.

Sowohl die Meteorologen als auch die Wissenschaftler vermuten deshalb, dass wir stattdessen die kleinen Schwebepartikel riechen, die an die Flocken haften.

Reiner Schnee – oder besser gesagt: gefrorenes Wasser – riecht nicht!

Unsere Atmosphäre besteht nicht nur aus geruchlosem Sauer- & Stickstoff, sondern auch aus verschiedenen Gasen, wenn auch nur zu einem Anteil von weniger als 0,6 Prozent, welche sich in der Luft befinden.

Möglicherweise riechen wir diese Stoffe bei den unterschiedlichen Wetterverhältnissen stärker als sonst.

Das vermittelt uns dann das Gefühl, dass Schnee einen eigenen Geruch hat.

ext. Bild

Warum aber glauben manche Menschen, Schnee riechen zu können, bevor er überhaupt gefallen ist?

Schneeflocken bilden sich erst kurz bevor sie auf die Erde fallen.

Schnee also mehrere Stunden vorher zu riechen, ist alleine von daher eigentlich schon überhaupt
gar nicht möglich.

Es gibt aber eine mögliche Erklärung für die intuitive Wettervorhersage:

Wir nehmen Veränderungen in der Luft wahr, bevor der Schnee fällt.

Die Luft kühlt ab, die Luftfeuchtigkeit nimmt zu und der Luftdruck fällt
das lässt uns den bevorstehenden Schneefall „riechen“.

Möglicherweise nehmen wir aber auch nicht den Schnee, sondern Geruchspartikel in der Luft wahr.

Denn auch die Luft ist niemals klar, sondern immer mit verschiedensten Aerosolen – einer Mischung aus festen und flüssigen Schwebeteilchen sowie Luft – angereichert. Und die können einen Eigengeruch haben.“

Der Schnee reinigt die Luft und bindet die Umweltgifte.

Daher kommt dieser unvergleichlich frische, saubere Geruch, bei dem man einfach tief Luft holen muss, so nach dem Motto: „Ah, tut das gut!“, denn der frische Sauerstoff ist ein wahre Wonne.

Also, Ihr Lieben, wer denn in diesem erneut wettermäßig recht merkwürdigen Jahr schon Schnee hat, bitte warm einpacken und ab raus in die glitzernde Pracht.

Ich wünsche uns allen von Herzen gerne einen wundervollen Winter und weiterhin eine besinnliche Adventszeit!

Euer „alter Mann“

Werner Heus

Respektvolle Gedanken zum Hausfrauentag 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

es ist erstaunlich, wie viele Menschen beiderlei Geschlechts meinen, dass Hausfrau eine „Sache“ sei, die Frau „mit links und 40 Fieber“ mal eben so nebenbei erledigt.

Einige Menschen sind doch tatsächlich sogar der Meinung, dass sogar Hausfrau und Mutter nicht mehr sei, als der Lauf des Lebens. Diesen Lauf kann Frau doch locker machen, denn sie hat „ja weiter nichts zu tun!

Anhand der nachfolgenden Geschichte möchte ich etwas Licht in die Angelegenheit bringen:

An einem späten Nachmittag kommt ein Mann von der Arbeit nach Hause

und findet das totale Chaos vor.

Die Kinder sind noch im Schlafanzug und spielen im Vorgarten im Matsch. Überall im Gras verstreut liegen leere Verpackungen und das Papier von diversen Süßigkeiten. Die Türen am Auto seiner Frau stehen weit offen, auch die Haustür ist sperrangelweit auf und der Hund ist nirgendwo zu sehen.

Als der Mann den Flur betritt, sieht er, dass eine Lampe umgefallen ist und der Läufer zusammengeknüllt an der Wand liegt. Im Wohnzimmer schreit der Fernseher überlaut vor sich her und im Esszimmer liegen überall Spielzeug und Klamotten verstreut.

In der Küche stapelt sich das Geschirr in der Spüle, die Reste vom Frühstück stehen noch auf dem Tisch, Hundefutter liegt auf dem Boden verstreut herum, ein zerbrochenes Glas unter dem Tisch und an der Terrassentür liegt ein Haufen Sand.

Der Mann läuft schnell die Treppe hoch, um seine Frau zu suchen. Auf dem Weg muss er dabei über Spielzeug und weitere Haufen zerwühlter Klamotten steigen. Als er am Bad vorbei kommt, läuft ihm Wasser entgegen.

Und als er das Bad betritt, sieht er einen Haufen nasse Handtücher, Seife und Spielzeug auf dem Boden. Vor der Toilette liegt abgerolltes Toilettenpapier, Zahnpasta ist über den Spiegel und einen Teil der Wand verschmiert.

Er rast ins Schlafzimmer,

findet seine Frau dort im Bett liegend und ein Buch lesend.

Sie sieht ihn lächelnd an und fragt, wie sein Tag gewesen ist.

Er schaut sie verwirrt an und fragt:

“Was ist denn heute hier passiert?”

Sie lächelt wieder und antwortet:

“Jeden Tag, wenn Du nach Hause kommst, fragst Du doch immer,

was ich um Himmels Willen den ganzen Tag gemacht habe.”

“Ja, und?”, fragt er entsetzt.

Und sie antwortet schmunzelnd:

“Heute habe ich mal nichts gemacht!”

Ich denke diese Geschichte macht ziemlich eindrucksvoll klar, dass Hausfrau und Mutter ein absoluter Fulltime-Job sein kann und stelle mir gerade das Gesicht des Mannes vor.

Den Hausfrauen und Müttern mit ihren vielen, vielen Aufgaben und den diversen Rollen, die sie alles in allem ausfüllen, zolle ich meinen vollsten Respekt.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen von Herzen gerne einen harmonischen Sonntag mit vielen glücklichen Momenten

Werner

Bräuche und Traditionen zu Pfingsten

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

neben den Pfingstrosen und der Taube gibt es noch eine ganze Fülle von Traditionen, Bräuchen und Symbolen rund um das Pfingstfest.

Am Pfingstsonntag hält sich in einigen
Orten – vor allem im Alpenraum – der
Brauch , das Vieh das erste Mal auf die
Weide zu treiben und in einer Prozession
durch den Ort zu führen.

Das kräftigste Tier der Herde wird
mit Blumen , Stroh und Bändern
geschmückt und darf als
Pfingstochse
die Herde anführen.

Denkbar ist aber auch, dass der Ursprung dieses Treibens auf Uraltbräuche germanischer Vorfahren zurückzuführen ist, die zur Pfingstzeit den Sommer mit einem Tieropfer begrüßen wollten.

Das könnte durchaus so gewesen sein, ist aber nun doch nun bereits etwas zu lange her, um es noch konkret recherchieren und schlüssig beweisen zu können.

Von der Logik her gut möglich ist aber auch, dass der Begriff Pfingstochse ursprünglich mit den Metzgern zusammenhängt. Die Metzger so heißt es in einigen Überlieferungen bis weit in das 19. Jahrhundert hinein, sollen einen mit den oben genannten Utensilien drapierten Ochsen zuerst durchs Dorf getrieben, dann geschlachtet und letztendlich zur Schlachteplatte verarbeitet haben.

Vor allem unter jungen Männern, die in der Landwirtschaft tätig waren, war diese Tradition sehr lange verbreitet. Von dem Brauch, an Pfingsten einen Ochsen besonders zu schmücken, leitet sich auch die spöttische Bemerkung ab, jemand sei „geschmückt wie ein Pfingstochse“ – also übertrieben fein angezogen und herausgeputzt.

Was allerdings bis in die heutige Zeit Bestand hat, ist, dass der Begriff „Pfingstochse“ heute im Wesentlichen auf Menschen angewendet wird, die sich zum Beispiel bei einem bestimmten Anlass nicht entsprechend, sondern auffallend anders kleiden, Neudeutsch: „overdressed“ haben, also wie ein „Pfingstochse“ herausgeputzt haben.

In Bayern und ebenso in Österreich
wird auch derjenige Mensch so bezeichnet ,
der am Pfingstsonntag am längsten schläft.

Der zweibeinige Pfingstochse wird dann
sogar manchmal auf einer Schubkarre durch
den Ort gefahren und ein ganz klein wenig belächelt.

ext. Bild

Ich denke, dass der eine oder andere von Euch bereits einmal einem Pfingstochsen begegnet ist und sich vielleicht auch ein Schmunzeln nicht verkneifen konnte.

Für den heutigen Pfingst-Sonntag wünsche ich Euch von Herzen gerne ganz viel herrlichen Sonnenschein und maximale Erholung

Werner

Wie kann man sich bei Gewitter im Freien schützen?

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Wenn man im Freien unterwegs ist und ein Gewitter im Anmarsch, ist es wichtig, ein paar Verhaltensregeln zu kennen, denn diese können im Zweifel über Leben und Tod entscheiden. Jedenfalls kann man das Risiko minimieren von einem Blitz getroffen werden.

Wenn es stürmt und gewittert,
suchen viele Menschen instinktiv Schutz unter Bäumen.

Denn eine alte Volksweisheit besagt:
„Eichen musst Du weichen,
Buchen sollst Du suchen!‘.

Doch ist es wirklich sicher,
sich bei Gewitter unter einen Baum zu stellen?

Sind Buchen bei Gewitter am sichersten?

ext. Bild

Bei einem richtigen Sommergewitter blitzt und donnert es, wie verrückt.

Hinzu kommt noch ein heftiger Regenschauer und dann entsteht die Frage:
Wo stellt man sich sicher unter?

Ist ein Baum der richtige Schutz?

Unsere Großeltern haben schließlich immer davor gewarnt,
sich nicht unter die bösen Eichen zu stellen und
stattdessen lieber die Buchen zu suchen.

„Vor den Eichen sollst Du weichen und
die Fichten wähl‘ mitnichten,
auch die Weiden musst du meiden,
aber Buchen sollst du suchen‘!

Doch warum sind Buchen am sichersten bei Gewitter?

Da der Blitz immer den kürzesten Weg zur Erde sucht,
schlägt er bevorzugt in hohe Objekte,
wie zum Beispiel Bäume, Hochspannungsmasten,
Hügel oder andere Erhebungen ein.

Vor allem, wenn ein Baum auf einer großen Wiese
alleine steht und weit und breit kein anderer Baum,
wird er zum gefährdeten Objekt.

ext. Bild

Sollte dann der Blitz einschlagen,
kann es für den Schutzsuchenden deshalb
unter einem Baum sehr gefährlich sein.

Ob es sich dabei um eine Buche,
eine Weide, eine Fichte oder sogar eine Palme handelt,
ist völlig egal, denn Baum bleibt Baum.

Und der Blitz kann natürlich nicht unterscheiden,
in welchen Baum er einschlägt.

Von daher ist es logischerweise nicht wahr,
dass spezielle Baumarten
von Blitzeinschlägen verschont werden.

Aber Blitzeinschläge sind unterschiedlich stark sichtbar:
bei Bäumen mit einer glatten Rinde, wie zum Beispiel Buchen,
sieht man die Schäden von Blitzeinschlägen weniger,
als Bäumen mit einer rauhen oder moosbesetzten Rinde,
wie zum Beispiel der Eiche.

Und genau aus diesem Grund dachten unsere Großeltern früher,
dass Buchen im Falle eines Gewitters die sichersten Bäume wären.

Also,

oberstes Gebot:

NIEMALS unter einem Baum Schutz vor einem Gewitter suchen!

Stellt Euch bitte auch nicht auf Berge oder Hügel, sondern sucht eine Mulde und geht in die Knie oder in die Hocke, um dem Blitz so wenig wie irgend möglich Angriffsfläche zu bieten.
Schützt den Kopf mit den Händen.
Legt Euch aber bitte auf keinen Fall hin.
Falls ein Blitz in der Nähe, wobei auch 30 Meter schon sehr nah sind, einschlägt, nimmt das elektrische Potenzial ringförmig um die Einschlagstelle ab.
Wenn Ihr jetzt mit den Füßen oder dem Kopf in Richtung auf den Blitz liegen solltet, genügt bereits eine Körperlänge, um einen so großen Potenzialunterschied zu erzeugen, dass in den Körper soviel Induktionsstrom fließen könnte, der zu Herz- und/oder Atemstillstand führen kann.

 

Gebt bitte gut auf Euch acht!

Mit dieser Bitte, die von Herzen gerne kommt, wünsche ich Euch nicht im Freien in ein Gewitter zu geraten und einen guten Start in die neue Woche

Werner

Ostereier Teil 3 geht um die die Versteckerei

Liebe Leserinnen, liebe Leser

im letzten Teil meiner Trilogie gehe ich heute auf Osterbräuche und Traditionen ein.

Rund um die Oster- Eier

Teil 3

Warum werden Ostereier versteckt?

Nach dem Färben der Ostereier werden diese zusammen mit Süßigkeiten und
kleinen Geschenken versteckt.

Woher kommt diese Ostertradition?

Lange Zeit glaubte man, Ostereier zu verstecken sei ein heidnischer Brauch, denn die Heiden ehrten die germanische Fruchtbarkeits- und Frühlingsgöttin Ostara, wo sie zur Tagundnachtgleiche im Frühling
Eier verschenkten.

Dieser Brauch missfiel jedoch der katholischen Kirche derart, dass sie ihn verbot.

Heimlich setzten die Menschen jedoch diesen Brauch fort, indem sie die Ostereier weiterhin versteckten.
Da die Existenz der germanischen Göttin Ostara aber mehr als umstritten ist, gibt es allerdings begründete Zweifel an der Theorie, dass das Ostereier-Verstecken auf einen heidnischen Brauch zurückzuführen sei.

Im Mittelalter entrichteten Bauern ihrem Lehnsherren den sogenannten „Zehnt“, eine zehnprozentige Steuer, in Form von Eiern. Das geschah jedoch nur im Frühjahr, denn dann sind die Hennen besonders legefreudig.

Dieser Brauch fiel dann irgendwann weg,

was sich bis heute hingegen gehalten hat:

Eier gibt es rund um Ostern in Hülle und Fülle.

Sehr viel wahrscheinlicher ist es jedoch, dass sich dieser Osterbrauch erst zu
Beginn des 19. Jahrhunderts entwickelte.

Aus Sicht der katholischen Kirche waren Ostereier zu allen Zeiten das Symbol für die Auferstehung Jesu.

Und außerdem unterlagen sie der Fastenordnung, die den Verzehr von Eiern streng verbot. Nach christlichem Brauch wird vor Ostern 40 Tage lang gefastet.

Zu den verbotenen Lebensmitteln in der Fastenzeit gehörten früher alle tierischen Produkten, also neben Fleisch, Butter und Milch auch Eier.

Kein Wunder, dass diese dann am Ostersonntag , also nach Ende der Fastenzeit, ganz besonders beliebt sind.

Das Klammern an solche Verdienste und Rituale zur Reinwaschung der Seele widerstrebte jedoch der evangelischen Kirche.

Aus reformatorischer Sicht sollten Christen ihrem Glauben nicht nur wegen solcher
Verdienste wie dem Fasten gerecht werden, sondern wegen ihres Glaubens an sich.

ext. Bild

Da die Vertreter der evangelischen Kirche das Osterei von seiner religiösen Symbolträchtigkeit befreien wollten, unterstützen sie das Bemalen und Verstecken von Ostereiern als Familienbrauch.

So setzte sich um das 18. Jahrhundert durch, dass Ostereier von den Eltern versteckt und von den Kindern gesucht wurden.

Ich wünsche uns allen am kommenden Osterwochenende ganz viel Spaß beim Verstecken und dann mit den Kindern und Enkelkinder beim Suchen. Genießt diese Tradition. Ich finde sie ist zeitlos und unabhängig vom Alter immer wieder eine wahre Freude für Jung und Alt, die wir uns gtanz einfach bewahren sollten.

Werner

Warum trugen die Piraten eine Augenklappe?

Liebe Leserinnen, liebe Leser

die Karnevalstage stehen quasi vor der Tür – in vier Wochen ist es soweit!

Manch einer überlegt noch, als was er zum Karneval geht. Seit ewigen Zeiten gehört das „Verkleiden“ als Pirat zu den beliebtesten Kostümen und ist damit ein echter Evergreen.

Ich habe mir mal ein paar Gedanken rund um das Piratentum gemacht und mein gesundes Halbwissen durch Recherche ergänzt.

Was haben Piraten eigentlich so getan?

Sie segelten über die Weltmeere, plünderten und hatten unhöfliche Umgangsformen:

So oder zumindest ähnlich stellen wir uns die Piraten von früher vor.
Immer an Bord dabei: eine Totenkopf-Flagge und die berühmte Augenklappe.

Aber warum trugen Piraten diese Augenklappen überhaupt?
Hatten sie einen besonderen Zweck?

Einige glauben, dass der Kapitän die Augenklappe brauchte,
weil er im Kampf ein Auge verloren hatte.

Wieder andere vermuten, dass er ein Auge speziell vor starkem Sonnenlicht
schützen wollte.

Tatsächlich jedoch überwog ein funktionaler Gesichtspunkt:
wenn der Kapitän unter Deck rennen musste, benötigten seine Augen Zeit, um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Damit während eines Seegefechts aber weder die Orientierung, noch kostbare Zeit verloren gingen, wurde die Augenklappe beim Eintritt in die Dunkelheit auf das andere Auge geschoben. Das geschützte Auge konnte dann blitzschnell die Umgebung erfassen.

Man bezeichnet es als Adaption des Auges

Biologen bezeichnen die Anpassung des Auges an unterschiedliche Lichtverhältnisse als Hell- beziehungsweise Dunkeladaption.

In der Netzhaut befinden sich zwei Arten von Fotorezeptoren:

zum einen gibt es Zapfen, die das sehen bei Tageslicht ermöglichen,
zum anderen Stäbchen, die für das Nachtsehen von Bedeutung sind.

Ändern sich die Lichtverhältnisse plötzlich, müssen sich die Stäbchen erst aktivieren und das Sehpigment Rhodopsin produzieren.

Dieser Farbstoff ermöglicht das Hell-Dunkel-Sehen und somit, dass wir unsere Umgebung wahrnehmen können.

Je nach Intensität des Lichtwechsels kann die vollständige Dunkeladaption
bis zu 25 Minuten dauern.

In der Hochzeit der Piraterie war die Augenklappe deshalb unentbehrlich:

mit der Entdeckung neuer Kontinente und Seestraßen
zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert florierte nicht
nur der Handel, sondern auch die Seeräuberei.

Wer eine Augenklappe trug, nutzte den strategischen Vorteil, in kürzester Zeit
unter Deck Seekarten studieren zu können.

Mit der Elektrizität an Bord wurde das Tragen der Augenklappe jedoch unnötig.

Die künstliche Lichtquelle unter Deck ermöglicht es seitdem, auch bei starken Lichtschwankungen dauerhaft sehen zu können,
ohne den chemischen Prozess der Adaption.

Wer trägt heute noch Augenklappen?

Augenklappen sind in anderen Bereichen noch hilfreich:
Sportschützen z. B.: tragen gelegentlich Augenklappen,
um das Zielobjekt besser anvisieren zu können.

Und nicht zuletzt erfreuen sich Augenklappen
während der Karnevalszeit hoher Beliebtheit,
als unverzichtbares Accessoire
zum Piratenkostüm.

Das Auge braucht dann zwar den Schutz vor Licht nicht mehr, aber vielleicht
vor einem überraschendem Konfettiregen … zwinker, denn im Karneval ist bekanntlich so ziemlich alles möglich, weil erlaubt!

Wie dem auch sei, ich wünsche uns allen von Herzen gerne einen erholsamen Sonntag mit vielen interessanten Augenblicken

Werner

Ist die Sonne im Winter weiter weg?

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

da ich ein recht guter Zu- und auch „Hinhörer“, nehme ich jeden Tag, den Gott erschaffen hat, eine Fülle von Informationen auf.

Und da ich unmittelbar gegenüber einer Schule wohne, bekomme ich auch oft sehr interessante Diskussionen bzw. Fragen mit, welche die jüngeren Generationen doch nun tatsächlich beschäftigen.

Aus diesem Grund habe ich beschlossen eine neue Rubrik anzulegen:

Mythen und Irrtümer

Eine der Fragen, die Schüler jetzt während dieser recht kuriosen Wintertage Anfang 2019 beschäftigte, war:

Ist die Sonne im Winter weiter weg?

ext. Bild

Und eine der vielen spekulativen Antworten, die der fragende Schüler von seinen Mitschülern bekam, fand ich besonders interessant:

Im Winter ist es so kalt, weil die Sonne weiter von der Erde weg ist! 

Das klingt doch nun schon irgendwie einleuchtend, finde ich, ist aber komplett falsch, wie meine sehr umfangreichen Recherchen letztendlich ergeben haben. 

Im Januar ist die Entfernung der nördlichen Halbkugel 
zur Sonne sogar am geringsten. 

Und noch dazu bemerkt, hat die Entfernung zwischen der Erde und der Sonne in der Realität absolut keinen Einfluss auf unsere Jahreszeiten. 

Lediglich die Erdachsenneigung beeinflusst die Temperaturen auf der Erde, genauer ausgedrückt: 
den Winkel, in dem die Sonnenstrahlen auf die Erde treffen. 

Diese Neigung ist der Grund dafür, dass der Winkel der Sonneneinstrahlung  im Winter ein anderer ist als im Sommer und genau das ist der Grund, warum sich überhaupt unsere Jahreszeiten ergeben.

Und schlussendlich ist das auch der Grund dafür, dass es am Äquator selbst so gut wie keine jahreszeitliche Wetterveränderungen gibt.

So, nun aber genug von diesem trockenen Stoff, denn wie auch immer ist es nachts kälter als draußen, oder?

Ich wünsche Euch von Herzen gerne einen erfolgreichen Tag und hoffentlich ganz ganz viel Vitamin D in Form von herrlichen, wundervollen, warmen Sonnenstrahlen von unserer Sonne

Werner

%d Bloggern gefällt das: