Kategorie: Unser schöner Land

Die 5. Jahreszeit beginnt am Martinstag

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ext. Bildfür viele Menschen ist heute wahrscheinlich „nur“ ein Tag, wie jeder andere.

Als geborener Kölner schlagen in meiner Brust heute zwei Herzen!

Auch, wenn ich schon seit 1979 dauerhaft aus der Heimat fort und nur noch sehr selten vor Ort bin.

Es sind Tradionen, die ich als Kind kennen, lieben und zu schätzen gelernt habe.

So mag ich nach wie vor die „Fröhlichkeit“ der „5. Jahreszeit“ und freue mich, dass sich die Menschen in meiner Heimat diese Tradition und damit auch ganz sicher ein Stück Lebensqualität immer bewahrt haben

und

andererseits erinnere ich mich – als Kind in einer überwiegend streng katholischen Gegend aufgewachsen – wie gerne ich mit meiner, damals immer in beinahe akribischer Kleinarbeit selbst gebastelten Laterne, am Abend hinter dem Pferd, auf welchem der Sankt Martin saß, zusammen mit dem ganzen Dorf hinterher marschiert bin!

Und wir während des Laternenumzuges mit großer Freude und aus voller Kehle die Martinslieder gesungen haben. Ganz besonders das Lied, welches von der Legende des „Heiligen Sankt Martin“ handelt, klingt in unserem Kölner Platt sehr schön.

Wenn dann der Laternenumzug durch das Dorf endete, bekamen alle Kinder einen Weckmann (aus süßem Brot)!

martins-weckmann

 

 

Dieser Weckmann sah wirklich und wahrhaftig wie ein Mann aus. Er war mit einer eingebackenen Tonpfeife versehen, die uns als Kindern monatelang danach noch als Spielzeug diente und unser Herz erfreute.

 

 

Und dann war da noch etwas:

der Laternenumzug durch das Dorf endete immer auf dem Schulhof. Und mit einer Verlosung. Einige Wochen vor dem 11. November konnte man in vielen ortsansässigen Geschäften Lose erwerben.

An diesem Martinsabend wurden dann immer lebende Gänse und Enten in Gedenken an die Legende des Heiligen Sankt Martin und mit Blick auf das nahende Weihnachtsfest verlost.

Der Legende nach soll sich Martin ja in einem Gänsestall vor den Bürgern von Tours versteckt haben, aber letztendlich haben ihn die Gänse dann doch durch ihr Geschnatter verraten.

Tja, und den Abschluss des Abends bildete dann das Martinsfeuer, welches eine lange Tradition hat. Dieses Feuer ist als Symbol zu verstehen, denn Feuer bringt Licht in das Dunkel, so wie der Heilige Sankt Martin mit seinen Taten.

Diese Erinnerung möchte in niemals missen!

Wie auch immer Ihr diesen Tag heute empfindet, ich wünsche Euch für heute von Herzen gerne ganz viel Freude, Herzlichkeit und einen perfekten Start in die neue Woche

Werner Heus

 

Auf zu den tollen Attraktionen der Annakirmes

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

am Freitag, dem 27. Juli 2019 beginnt in Düren die

Annakirmes

die bis zum 4. August, also neun Tage lang dauert.

Einige Leser werden sich nun vielleicht fragen, wie ich nun ausgerechnet auf Düren komme und wo das überhaupt ist?

Grob gesagt liegt Düren etwa in der Mitte zwischen Köln und Aachen, also in Nordrhein-Westfalen und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut zu erreichen.

Als Jugendlicher bin ich mit den Großeltern jedes Jahr zur „Anna„, wie diese Kirmes liebevoll von den Einheimischen, wie auch den Besuchern genannt wird, gefahren. Dort lebte auch eine meiner Tanten, die ich sehr gerne mochte.

Diese Kirmes war für mich immer etwas ganz Besonderes und ist es bis heute auch geblieben!

Während der traditionsreichen Annakirmes, deren Wurzeln bis in das 16. Jahrhundert zurückgehen, sieht und erlebt der Besucher neben dem bekannten und bewährten Bild eines Volksfestes in Deutschland auch auffällige Konstruktionen, welche die Blicke unweigerlich auf sich ziehen.

Rund 800.000 Besucher lassen sich jedes Jahr von den rund 150 Fahrgeschäfte auf einer Länge von zweieinhalb Kilometern begeistern im darauf folgenden Jahr wieder zu kommen.

Am Eröffnungstag findet die Weltmeisterschaft im Kirschkernweitspucken statt.

Eingeweihte sind gespannt, ob „Die Renate“ zum Favoritenkreis zählen würde, hatte sie doch erst kürzlich noch ein halbes Kilo der dicken Knupper dafür verwendet, um vom Balkon aus Passanten mit den Kernen zu beglücken.

In diesem Jahr werden folgende Attraktionen den Ruf der Annakirmes als größtes Volksfest in der Euregio Maas-Rhein unterstützen:

Alpen Coaster, Drifting Coaster, Break Dancer no2, Heroes, Avenger, Schlittenfahrt, Skyfall, XXL Racer, Shake n Roll, Europa Rad, Flipper, Wellenflug, Rutsch’n, The Tower, Action House, Fuzzy’s Lachsaloon, Pirates Adventure,
Geisterstadt, 9D Cinema, Fahrt ins Paradies, Beach Party und  2 x AS

Die Annakirmes entstand ursprünglich aus der Verehrung der

Heiligen Mutter Anna im Mittelalter.

Im Jahre 1501 hatte der Steinmetz Leonhard aus Kornelimünster das „Annahaupt“ in Mainz entwendet, nach Düren gebracht und den dortigen Franziskaner-Mönchen überlassen.

Abgesandte der Mainzer Stephanskirche hatten die Reliquie zwischenzeitlich wieder in ihren Besitz gebracht, gaben sie jedoch auf Drängen der Dürener Landfrauen im Gasthaus „Zum Goldenen Stör“ wieder zurück.

Nach ein jahrelanger Rechtsstreit zwischen Düren und Mainz, entschied Papst Julius II. am 18. März 1506 wie folgt:
„Das Annahaupt solle fortan in Düren bleiben.“

Die Annakirmes ist besonders nachts weithin durch ihre einmaligen Lichteffekte sichtbar, zum Beispiel: das 50 Meter hohe Riesenrad wird von 35.000 Glühbirnen beleuchtet und bietet in 36 Gondeln Platz für je 6 Personen.

Einer der absoluten Höhepunkte findet am Freitag mit dem großen Brilliant Feuerwerk statt.

Wer das Flair eines großen Volksfestes mit vielen Attraktionen und modernsten Fahrgeschäften mag, dem kann ich einen Besuch der Annakirmes wirklich nur wärmstens – lach bei den aktuellen Temperaturen im wahrsten Sinne des Wortes – empfehlen.

Ich wünsche uns allen von Herzen gerne einen wundervollen Start in eine herrliche Woche mit aushaltbaren Temperaturen und ganz viel Freude

Werner

 

Eiszeithöhlen auf der Schwäbischen Alb

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

am Sonntag, dem 9. Juli 2017 wurden im polnischen Krakau während einer Sitzung die Eiszeithöhlen auf der Schwäbischen Alb von dem UNESCO-Komitee als Weltkulturerbe anerkannt!

Nach den Angaben der UNESCO sind die sechs Höhlen der Eiszeitkunst auf der Schwäbischen Alb Zeugnis von einer der frühesten figurativen Kunst weltweit!

Sie liefern wichtige Erkenntnisse über die Entwicklung der Kunst.

Zu den sechs Höhlen gehören die Vogelherdhöhle (siehe Bild),

der Hohle Fels sowie die Höhlen Hohlenstein-Stadel und Geißenklösterle.

Sie hatten auf Platz Eins der deutschen Vorschlagsliste aus dem Jahr 2017 gestanden und wurden doch tatsächlich einstimmig zum Weltkulturerbe erklärt.

Die Höhlen rund um die Ortschaft Blaubeuren, im Alb-Donau-Kreis gelegen, gelten als eines der wichtigsten Ausgrabungsgebiete für Archäologen.

Unter anderem fanden Forscher dort die älteste bekannte Menschenfigur der Welt, die mehr als 40.000 Jahre alte Venus vom Hohle Fels (siehe Bilder) .

Bei den Ausgrabungen, die seit den 1860er Jahren laufen, wurden auch acht Flöten aus Vogelknochen oder Mammutelfenbein gefunden.

Die Skulpturen aus Mammutelfenbein sind meist nicht größer als sechs Zentimeter.

In vielen Fällen wurden Tiere nachgebildet, die einst in der Region vorkamen:

Höhlenlöwen, Bären, Wisente und Mammuts sowie verschiedene Vögel.

Einen Sonderfall stellt mit 31 Zentimetern der Löwenmensch dar!

Es handelt sich dabei um ein mystisches Mischwesen aus Mensch und Höhlenlöwe.

Und dieses Mischwesen gilt zugleich als die älteste Darstellung eines Mannes.

Diese Fundstücke sind bis zu

43.000 Jahre alt.

Sie gehören zu den ältesten Zeugnissen für eine bewusste künstlerische Betätigung des frühen Menschen.

Die wichtigsten Funde aus dem Bereich der Schwäbischen Alb können

in Museen in Ulm, Tübingen und Blaubeuren besichtigt werden.

Die nunmehr sechste Welterbestätte repräsentiert die kulturelle Vielfalt und Geschichte Baden-Württembergs, sagte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU). „Sie ist einzigartig, faszinierend und von überragender Bedeutung. Dieses Erbe gilt es zu schützen und für nachfolgende Generationen zu bewahren.“

Und auch der Tourismusminister Guido Wolf (CDU) äußerte sich zur Auszeichnung:

„Mit der Ernennung der Eiszeithöhlen zum Weltkulturerbe wird das schon jetzt überaus attraktive Angebot an archäologischen Sehenswürdigkeiten im Land weiter aufgewertet.“

Im Hochsommer sind die Eiszeithöhlen ein perfekter Ort, um sich mal etwas Abkühlung zu verschaffen und gleichzeitig Weltkulturerbe zu besichtigen.

Am 6. Juli 2019 mit dem historischen Wassermanagement-System in Augsburg (Bayern) und der Bergbauregion Erzgebirge zwei weitere deutsche Weltkulturerbe- und Naturstätten in die begehrte UNESCO-Liste aufgenommen. Die Zahl des besonders schützenswerten Kultur- und Naturerbes in Deutschland stieg damit auf 46 und die Tendenz ist weiter steigend.

Na dann,

drücken wir doch von Herzen gerne die Daumen, dass es weitere Sehenswürdigkeiten aus unserem schönen Land schaffen, in die UNESCO-Liste aufgenommen zu werden.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen einen wundervollen Tag mit herrlichen Sonnenstrahlen

Werner

Cismar ist eine kulturelle Perle an der Ostsee

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ab heute möchte ich Euch auf eine Rundreise durch kulturelle Perlen unseres Landes mitnehmen.

Von Anfang 1990 bis Mitte 1993 habe ich in Berlin gearbeitet. Als absoluter Liebhaber der Ostsee

habe ich viele freie Wochenenden dort verbracht, um sie von West nach Ost zu erkunden.

Dabei stieß ich dann irgendwann auf die Ortschaft:

Cismar

einen 800 Seelen Ort mit Flair, welcher im kulturellen Zentrum des Ostseeheilbades Grömitz liegt.

Cismar ist nicht nur ein Kloster- und Künstlerdorf, sondern auch ein echtes Kulturzentrum.

Das Kloster Cismar, welches den Kern der Ortschaft bildet, ist ein ehemaliges Benediktiner Kloster, wo man in der Sommer-Saison mittwochs und sonntags an einer ca. 1 Std. dauernden Führung teilnehmen kann, die äußerst empfehlenswert ist.

Das Haus der Natur Cismar zeigt als Naturmuseum die größte Ausstellung von Schnecken und Muscheln in Deutschland.

Was die Kunst betrifft, geht die Bandbreite von Alter Schriftkunst und Japanischer Keramik über eine Pottery-Keramikwerkstatt bishin zum Literaturverein im Weissen Haus.

Das absolute Highlight in jedem Jahr ist das jeweils am zweiten Wochenende im August stattfindende Klosterfest, welches als der schönste Kunsthandwerkermarkt Norddeutschlands weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt ist. Neben buntem Treiben geht es in einer unverwechselbaren Mischung aus Nostalgie, Kunsthandwerk, Musik und gepflegter Beköstigung, um eine wundervolle Atmosphäre, wie sie es wohl nur in Cismar geben kann.

In diesem Jahr findet das Klosterfest vom 9. bis 11. August 2019 statt.

Die Kunsthandwerker und Künstler präsentieren an drei Tagen jeweils von 10.00 bis 23.00 Uhr den Besuchern in breiter Palette nicht nur ihre sehenswerten Arbeit, sondern in den meisten Fällen zeigen sie auch live vor Ort, wie ihre Werke entstehen.

Es wird also nicht nur verkauft, sondern auch gezeigt, wie die kleinen und großen Kunstwerke entstehen.

Das gibt dem Klosterfest ein ganz besonderes Flair.

Sehr beeindruckend ist auch das Spektrum an Ausstellern:

Bildhauer, Bürstenmacher, Drechsler, Drucker, Glasbrenner, Gürtler, Holzspielzeugmacher, Keramiker, Maler, Korbflechter, Rahmenfertiger, Seiler, Silberschmiede, Täschner und Weber

Die meisten Künstler und Handwerker arbeiten dabei sogar in nostalgischen Kostümen.

Also, schon einmal den Termin im August einplanen und übrigens verläuft durch Cismar der neu angelegte Jakobsweg via Scandinavica von Puttgarden nach Lübeck führend.

So, und nun setzen wir uns alle in Auto, Bus oder Bahn und treffen uns in ein paar Stunden vor Ort, um die ersten Eindrücke gemeinsam zu sammeln, o.k.?

Ich wünsche uns allen von Herzen gerne viele Sonnenstunden

und ausreichend Zeit zum Erholen und Kraft tanken

Werner

Der Spreewald ist eine Reise wert

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ich vertrete die Meinung, dass ein Menschenleben nicht ausreichen wird, um alle schönen „Ecken“ Deutschlands kennenlernen zu können, geschweige denn dort sogar einen Urlaub verbringen zu können.

Während der zwei Jahre, die ich im Land Brandenburg, genauer geschrieben in der Lausitz, in Spremberg, der „Perle der Lausitz“ gelebt und gearbeitet habe, ist mir der nahegelegene Spreewald, nicht nur wegen der Gurken, lach, wo übrigens seit Mitte Juni die Ernte im vollem Gange ist, aufgrund seiner herrlichen Natur, der vielen Sehenswürdigkeiten und der unzähligen Ausflugsmöglichkeiten so richtig ans Herz gewachsen.

©TMB-Fotoarchiv/TV Spreewald e.V.

Wer beispielsweise im Spreewald Urlaub machen möchte, wird beeindruckt sein von der Natur. Unzählige Fließe schlängeln sich durch die Natur. Eine traditionelle Kahnfahrt gehört bei einem Besuch im Spreewald wie selbstverständlich ganz einfach dazu. In den Ortschaften Burg, Lübbenau, Lübben oder Schlepzig befinden sich Häfen, um eine Kahnfahrt anzutreten. Bei den Kahnfahren durch das Biosphärenreservat Spreewald erzählt der Fährmann ganz viel Interessantes zur Geschichte und Entwicklung des Spreewaldes.

Es werden unterschiedliche Kahntouren angeboten, mit einer Fahrtdauer von 1,5 Stunden bis zu 8 Stunden. Unterwegs stoppt man vielleicht an einem Gurkenstand, wo man die berühmten Spreewaldgurken und Schmalzbrot verkosten kann.

 

Um die einmalige Natur so richtig kennen zu lernen,

sollte man für die erste Kahnfahrt zwei bis drei Stunden einplanen.

Wer selbst Hand anlegen mag, paddelt durch die Fließe und erkundet dieses wundervolle Wasserparadies während einer Bootstour und für die Fahrradfans bietet sich der Gurkenradweg an, der sich etwa 260 Kilometer lang malerisch durch die wunderschöne, sehenswerte Region schlängelt.

Wenn man einige Tage im Spreewald verbringen möchte und nicht nur paddeln, radeln oder mit dem Kahn fahren mag, dann hat der Spreewald noch einiges mehr zu bieten, denn attraktive Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten, wie Museen, Kirchen und herrliche Parks lassen dort keinesfalls Langeweile aufkommen.

Abends warten dann Massagen mit Spreewaldkräutern und Leinöl, herrlich gesundes Schwitzen im Saunadorf Lübbenau oder sich ganz einfach treiben lassen im Solebad der Therme in Burg, soviel zum Thema Wellness im Spreewald. Auch schon eine kurze Auszeit kann wunderbar entspannen und zum Wohlbefinden entscheidend beitragen.

Da ich hier weder Werbung betreiben, noch Tipps oder Ratschläge aussprechen möchte, empfehle ich ganz einfach unter dem Stichwort: Spreewald eine Googlesuche durchzuführen.

Und in diesem Sinne wünsche ich viel Spaß und einen wundervollen sonnigen Tag mit vielen schönen Momenten.

Werner

%d Bloggern gefällt das: