Kategorie: Tradition

Den Welt-Knuddel-Tag mag ich von Herzen gerne

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

am Dienstag, dem 21. Januar, ist ein Tag, den ich von Herzen gerne mag, der:

WELTKnuddelTag


Aber nun mal bitte ganz ehrlich:

Ist dieser Tag wirklich notwendig ???

Um es auf den Punkt zu bringen:
für mich grundsätzlich nicht!, denn, wenn ich eine Lebensgefährtin hätte, dann würde ich mit diesem Mensch knuddeln, wann immer uns danach ist

und mal ganz am Rande bemerkt, knuddele ich persönlich für mein Leben gerne!

Als Maßnahme für den Frieden, empfinde ich den Weltknuddeltag als eine ganz tolle Sache, wenn denn die Menschen auf diese Weise friedlich zueinander finden würden!!

ext. Bild Ins Leben gerufen wurde der Welt-Knuddel-Tag von den beiden Amerikanern Adam Olis und Kevin Zaborney. In den USA wurde der „National Hugging Day“ (Kurzform: National Hug Day) zum ersten Mal am 21. Januar 1986 in Caro im US-Bundesstaat Michigan gefeiert.

In den bisher 34 Jahren seit seinem Bestehen hat dieser Tag mittlerweile nicht nur in Amerika, sondern u.a. auch in Kanada, England, Australien, Russland, Polen und nicht zuletzt auch nun hier bei uns in Deutschland ganz sicher so etwas, wie eine Tradition entwickelt.

Der 21. Januar liegt genau in der Mitte zwischen zwei hoch emotionalen Festen, nämlich Weihnachten, welches ja auch als Fest der Liebe bezeichnet wird, und dem Tag des Heiligen Valentin („Valentinstag“), welcher als der Tag der Liebenden gilt.

Demzufolge war es von den beiden Amerikanern schon sehr gut durchdacht, den Weltknuddeltag genau zwischen diese beiden Feste zu legen.

Mitten in der dunklen und eher trostlosen Jahreszeit, in denen menschliche Nähe und Herzlichkeit ganz besonders gut tun und oft auch sehr hilft, eine gedrückte Stimmung mit ganz simplen Mitteln mal etwas aufzulockern.

Gefühle zu zeigen ist leider aus der Mode gekommen.

Viele Menschen trauen sich nicht mehr, ihre Zuneigung dem Partner gegenüber mal öffentlich zu zeigen. Und genau hier setzt der Weltknuddeltag an!

Er soll allen Menschen ins Bewusstsein rufen, dass Zuneigung, Zärtlichkeit und überhaupt Gefühle allgemein, wichtig für uns alle sind und bringt uns gleichzeitig Wärme in diese doch leider mehr und mehr (eisig) kalte Welt.ext. Bildext. Bild

Der Welt-Knuddel-Tag soll ein Anreiz sein, Freunden, Bekannten bzw. der Familie durch Umarmungen viel öfter zu zeigen, was sie einem doch bedeuten. Ganz egal, ob zuhause auf dem Sofa, am Arbeitsplatz oder unterwegs mit guten Freunden, die Gelegenheiten zum Knuddeln sind doch unendlich vielfältig!

 

Also, dann eigentlich nichts, wie ran an den „Speck“.

Und so ganz nebenbei ist Knuddeln auch so etwas, wie Medizin und man sollte mentale Gesundheit beileibe nicht unterschätzen! Verantwortlich für das herrliche Glücksgefühl ist das Hormon Oxytocin, das beim Knuddeln vermehrt ausgeschüttet wird. Oxytocin wird ja auch nicht umsonst als „Botenstoff der Liebe“, als „Treue-“, „Glücks“- oder auch als „Kuschelhormon“ bezeichnet.

Neben dem Oxytocin wird ebenfalls noch Dopamin im Körper freigesetzt, welches seinerseits auch zur Steigerung des Wohlbefindens beiträgt.

ext. BildDa ich EUCH alle voll doll lieb habe, ist für mich heute natürlich:

„Tag-der-langen-Arme“,

denn ich knuddele Euch alle, einfach „so“ ,mal voll doll von Herzen gerne und ganz lieb

Euer „alter Mann“

Werner Heus

 

Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

auch, wenn sich in vielen Teilen unseres Landes der „Winter“ nur als ein Wort im Kalender bemerkbar macht, so gibt es doch viel zu viele Menschen in unserem Land, die nachts frierend in der Kälte auf der Strasse leben!

Getreu dem Motto, dass man ja nicht immer das Rad neu erfinden muss, habe ich mich dieser Tage wieder an eine alte Geschichte erinnert, die gut zur aktuellen Situation der Menschen, die auf der Straße leben, passt.

Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern

Es war fürchterlich kalt; es schneite und begann dunkler Abend zu werden, es war der letzte Abend im alten Jahr, der Neujahrsabend!

In diese Kälte und in dieser Finsternis ging ein kleines, armes Mädchen mit bloßem Kopf und nackten Füßen auf der Straße. Sie hatte freilich Pantoffeln gehabt, als sie von zu Hause wegging, aber was half das? Es waren sehr große Pantoffeln, ihre Mutter hatte sie zuletzt getragen; so groß waren sie, dass die Kleine sie verlor, als sie sich beeilte, über die Straße zu gelangen, weil zwei Wagen sehr schnell daher gejagt kamen.

Der eine Pantoffel war nicht wieder zu finden, mit andern lief ein Knabe davon, der sagte, er könne ihn gut gebrauchen, ja, er könne ihn sogar als Wiege benutzen, wenn er selbst einmal Kinder bekomme.

Da ging nun das arme Mädchen auf den bloßen Füßen, die ganz rot und blau vor Kälte waren.

In einer alten Schürze hielt sie eine Menge Streichhölzer und ein Bund trug sie in ihrer Hand.
Niemand hatte ihr während des ganzen Tages etwas abgekauft, niemand hatte ihr auch nur einen Dreier geschenkt; hungrig und halb erfroren schlich sie einher und sah sehr gedrückt aus.

In einem Winkel zwischen zwei Häusern setzte sie sich und kauerte sich zusammen.

Die kleinen Füße hatte sie fest an ihren Körper gezogen, aber es fror sie immer noch sehr, sie wagte nicht nach Hause zu gehen, ihr Vater würde sie schelten denn sie hatte nicht einen einzigen Streichholz verkauft.

Sie beschloss ein Bund heraus zu ziehen, es anzustreichen und die Finger daran zu wärmen. Sie zog eines heraus. “Ritsch!”

Wie sprühte es, wie brannte es!

Es gab eine warme, helle Flamme wie ein kleines Licht, als sie die Hand darum hielt.

Es kam dem kleinen Mädchen vor, als sitze sie vor einem großem Ofen mit Messingfüßen , das Feuer brannte ganz herrlich darin und wärmte schön! Die Kleine streckte die Füße aus, um auch diese zu wärmen – da erlosch die Flamme, der Ofen verschwand!

 

Ein neues wurde angestrichen, es brannte, es leuchtete und wo der Schein auf die Mauer fiel, wurde diese ganz durchsichtig wie ein Flor. Sie sah gerade in ein Zimmer hinein, wo der Tisch mit einem glänzenden weißen Tischtuch und feinem Porzellan gedeckt stand, und herrlich dampfte eine mit Pflaumen und Äpfeln gefüllte Gans darauf!

Da erlosch das Streichholz und nur die dicke, kalte Mauer war zu sehen.
Sie zündete ein neues an.

Da saß sie unter dem schönsten Weihnachtsbaum. Viele tausend Lichter brannten auf den grünen Zweigen. Die Kleine streckte beide Hände in die Höhe – da erlosch das Streichholz; die Weihnachtslichter stiegen immer höher, nun sah sie, dass es all die klaren Sterne am Himmel waren, einer davon viel herab und machte einen Feuerstreifen am Himmel.

“ Nun stirbt jemand !” sagte die Kleine, denn ihre alte Großmutter, die verstorben war, hatte gesagt: “ Wenn ein Stern fällt, so steigt eine Seele zu Gott empor.”

Sie strich wieder ein Hölzchen an. Es leuchtete ringsumher, und im strahlenden Glanz stand die Großmutter glänzend, mild und lieblich da.

“Großmutter!” rief die Kleine.Oh, nimm mich mit!
Ich weiß, dass Du auch gehst, wenn das Streichholz ausgeht.”

Sie strich eiligst den ganzen Rest der Hölzer, die noch in der Schachtel waren, an – sie wollte die Großmutter festhalten; und die Streichhölzer leuchteten so hell , dass es heller war als am Tag.

Die Großmutter hob das kleine Mädchen auf ihren Arm und in Glanz und Freude flogen sie in die Höhe.

Da fühlte sie keine Kälte, keinen Hunger, keine Furcht, denn
sie waren bei Gott!

Aber im Winkel am Haus saß in der kalten Morgenstunde das kleine Mädchen mit roten Wangen, mit lächelndem Mund – erfroren am letzten Abend des alten Jahres.

Sie hatte sich wärmen wollen, erzählte man.

Niemand wusste aber, was sie Schönes erblickt hatte.

von Hans Chr. Anderson

Ich bin immer wieder innerlich aufgewühlt, wenn ich diese Geschichte lese und tiefer darüber nachdenke. Denn ich kann mir absolut nicht vorstellen, dass es für alle Menschen, die da draußen versterben so „schön“ endet.

Leider ist sie auch heutzutage noch aktuell, denn immer wieder erfrieren Menschen auf der Straße und daher möchte ich an Euch appellieren, Menschen auf der Straße zumindest über die Kältebusse zu informieren.

Ich danke Euch sehr

Werner Heus

Sind Caspar, Melchior & Balthasar die Heiligen Drei Könige?

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Sie hießen Caspar, Melchior und Balthasar.
Und sie brachten dem neugeborenen Jesuskind
Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar.
Zumindest ist das die Geschichte, die man
schon als Kind von den Eltern erzählt bekommt.

Alle zusammen sind sie uns bekannt als die
Heiligen Drei Könige

ext. BildDoch wer waren die drei Besucher wirklich?
Und waren es denn überhaupt drei?

Die Herkunft der Drei ist sehr umstritten, unter anderem werden Persien oder
Babylonien als ihre Heimat vermutet.

Waren sie Magier, Sterndeuter, Priester, Gelehrte oder tatsächlich Könige?

Bis heute ist diese Frage immer noch ungeklärt.

Doch es ist durchaus möglich, dass es sich wirklich um Könige handelte,
denn dieser Titel hatte zur damaligen Zeit eine weitaus geringere Bedeutung
als etwa im Mittelalter.

Warum ausgerechnet drei?

Auch was die Zahl der angeblichen Könige betrifft, lässt sich nicht sicher sagen, ob es sich um drei handelt.

Auf den diversen bildlichen Darstellungen der Krippenszene variiert ihre Anzahl von zwei bis hin zu acht Personen.

Das sich die Zahl Drei letztendlich durchgesetzt hat, könnte sehr
unterschiedliche Gründe haben:

zum einen gab es in der damaligen Zeit drei Geschenke, die eines Königs würdig waren, nämlich Gold, Weihrauch und Myrrhe.

Außerdem könnte die Zahl natürlich auch für die drei Alterszustände des Menschen stehen:
die Jugend, das Erwachsensein und das Alter.

Eine weitere Theorie besagt, dass diese Zahl die drei Kontinente darstellen soll, denn man dachte nämlich im christlichen Abendland,
die Welt würde lediglich aus nur drei Kontinenten bestehen, nämlich
Europa, Asien und Afrika.

Somit sollte durch die drei Könige dargestellt werden, dass Jesus Besuch aus der ganzen Welt erhalten hatte.

ext. BildDoch nicht nur die Herkunft, die Stellung und die Anzahl der Weisen aus dem Morgenland sind unsicher, nicht einmal auf die Namen
kann man sich verlassen.

In Syrien, zum Beispiel, heißen die drei Männer:
Larvandad, Hormisdas und Gushnasaph.

Ab dem Anfang des 6. Jahrhunderts tauchen Variationen von Vornamen auf, die von den Anfangsbuchstaben der Wörter des
Segensspruches:

„Christus, segne dieses Haus!“

abgeleitet wurden:
Caspar, mansionem
Melchior, benedicat
Balthasar.

ext. BildJedoch wie dem auch immer sei, man sagt ja immer so leicht dahin, dass alle guten Dinge drei sind!

Wer einmal den Reliquienschrein in der absolut gigantischen gotischen Kathedrale im Kölner Dom gesehen hat und sich ein wenig mit dem Brauchtum der Sternsinger beschäftigt, wird ganz sicher nachvollziehen können, warum dem 6. Januar auch im 21. Jahrhundert immer noch eine große Bedeutung zukommt.

Ich wünsche uns allen von Herzen gerne einen friedlichen, ruhigen und harmonischen ersten Sonntag im neuen Jahr

Euer „alter Mann“

Werner Heus

Heilig Abend 2019 möge harmonisch verlaufen

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

all die Jahre wieder

kommt nicht nur das Christuskind auf die Erde nieder, sondern es wiederholen sich Abläufe, Gewohnheiten und es werden hoffentlich Traditionen gepflegt, die oftmals von Generation an Generation weitergegeben wurden.

Angefangen vom Aufstellen des Weihnachtsbaumes über das Essen am heutigen Tag bis hin zu dem Ablauf der Bescherung. Und egal, wie es auch immer gehandhabt wird, alles ist richtig, wenn es Familienfrieden und die Harmonie sicherstellt, sowie alle letztendlich zufrieden sind.

Vor einigen Jahren habe ich ein paar lustige Verse über den vorweihnachtlichen Stress geschrieben, die ich Euch nicht vorenthalten möchte:

Von draußen vom Aldi da kam ich her,
ich muss Euch sagen, meine Einkaufstaschen wiegten schwer,

denn all überall auf der Regale Spitzen,
sah ich GOLDENE Angebotsschildchen sitzen

und von hinten aus dem großen Tor,
schaute mit Riesenaugen der Marktleiter hervor

Und wie ich so schlendere durch den 3. Gang,
da rief er mich und mir wurde fast bang.

Werner“, rief er, „Du, alter Mann
Fang schon einzupacken an!“

Spute Dich schnell und mache fix,
sonst ist alles weg und Du kriegst nix.

Und was ist die Moral von der Geschicht?

Vertraue den Durchsagen nicht!

©Werner M. Heus, 2014

Ich habe es immer so gehalten, dass der Heilige Abend im Kreise von Vater, Mutter und den Kinder begangen wurde.

Erst am 1. Feiertag war dann Besuch tatsächlich willkommen oder wir sind irgendwo zu Besuch hingefahren.

Auf diese Weise bin ich Weihnachten sehr gut durch mein Leben gekommen. Der riesige Vorteil war, dass Heilig Abend zum einen ein echter Familientag, also das was heute als quality time bezeichnet wird, war und zum anderen lief es immer ruhig ab.

 

Ab ca. 13 Uhr wurde der Weihnachtsbaum aufgestellt und gemeinsam geschmückt, sodass jeder sich einbringen und dann auch damit identifizieren konnte.

Danach wurde das Wohnzimmer ordentlich sauber gemacht und dann ging es ab in die Badewanne. Gegen 18 Uhr gab es dann Abendbrot. Aber nicht klassisch Würstchen mit Kartoffelsalat, sondern ein nach einem speziellen Rezept angebratenes, ganzes, aber natürlich in Teile zerlegtes Kaninchen mit Salzkartoffeln, Soße und Apfelmus.

Tja, und nach dem Essen fand dann die Bescherung statt. Um ein bisschen Anreiz zu schaffen, durfte nicht nur jedes Kind, sondern auch Vater und Mutter vor der Geschenkübergabe ein Gedicht aufsagen oder ein Weihnachtslied zum Besten geben. Erst dann wurden die Geschenke in aller Ruhe verteilt, ausgepackt und ausprobiert.

Ich wiederhole mich da gerne:

wie auch immer eine Familientradition aussieht, so ist alles richtig, wenn es allen Beteiligten gefällt und das ganze friedlich und harmonisch abläuft. Das wünsche ich Euch allen von Herzen gerne.

Manchmal sitz ich da und grüble,
mein Kopf ist mit Gedanken voll,
ich denke: „so ein Fest wie früher
Mensch, das wär` mal wieder toll!“

Meterhoch verschneite Straßen,
Schlittenfahrt zum Weihnachtsbaum,
zugefrorene Fensterscheiben,
Tannenduft in jedem Raum.

Glanz polierte Weihnachtskugeln
schweben im Lametta – Rausch,
Lichtertraum mit echten Kerzen,
Schneeflöckchen aus Wattebausch.

 

Bunt geschmückte Weihnachtsteller,
reichlich befüllt und delikat,
vor Sicht geschützte Schlüssellöcher,
Bockwurst zum Kartoffelsalat.

Gaben die von Herzen kommen,
Puppe .. Fußball .. Teddybär ..
die Geschenke war’n zwar schlichter.
doch sie waren … SO VIEL MEHR !!!

 

 

Frohe und ebenso fröhliche Weihnachten wünscht Euch von Herzen gerne

Euer „alter Mann“

Werner Heus

 

P.S.:

 

Weihnachten ohne Bratapfel geht gar nicht

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

der Bratapfel ist für viele Menschen favorisierter Genuß schlechthin an kalten Wintertagen.

Spätestens wenn aus dem Ofen der süße Duft der gebackenen Äpfel dringt, kann ihm kaum mehr jemand widerstehen.

Wenn ich es mir nach einem Spaziergang bei winterlich kühlen Temperaturen zuhause gemütlich mache, dann fehlt eigentlich nur noch der Duft eines köstlichen Bratapfels, dessen würzig-süßes Aroma nicht zuletzt auch Kindheitserinnerungen. vor allem an meine Großmutter, die eine wahre Meisterin in der Zubereitung von Bratäpfeln war, in mir weckt.

 

Der Apfel ist ja Symbol der Versuchung, der Erkenntnis, der Fruchtbarkeit und auch des Lebens.

In der Advents- und Weihnachtszeit verbinden wir ihn unbewusst jedoch auch mit Wärme und Geborgenheit.

Als Bratapfel zubereitet ist er Gaumenschmaus und Seelentröster zugleich.

 

Bereits vor einigen Jahrhunderten war der Bratapfel in zahlreichen Variationen und besonders in unserem Land ein sehr beliebtes Dessert zur Winterzeit. Das lag einerseits daran, dass Süßigkeiten zur damaligen Zeit eher selten oder halt ganz einfach zu teuer waren und andererseits daran, dass Not bekanntermaßen erfinderisch macht.

Äpfel ließen sich dunkel und kühl, vor allem im Keller sehr gut lagern, waren jedoch trotzdem bedroht zu faulen und so entstand so manche Idee bzw. Rezepte, um die süßen Früchte länger haltbar zu machen. Eingemacht als Apfelkompott oder Apfelmus überstanden Äpfel den Winter.

Der Bratapfel war kein Rezept,

Äpfel länger haltbar zu machen.

Der Vorteil lag jedoch darin, das sich für das Rezept auch Äpfel verwenden ließen, die schon etwas reifer waren.

Was wäre Weihnachten ohne Bratapfel?

 

Das klassische Rezept mit Zimt und Zucker ist nach wie vor die Basis eines jeden Bratapfels und wie bei vielen anderen Speisen gibt es auch hier den Klassiker.

Wer also den klassischen Bratapfel genießen möchte, befreit diesen nach dem Waschen mithilfe eines Apfelausstechers oder eines kleinen scharfen Messers vom Kerngehäuse.

 

Dann backt man ihn ohne Zugabe von Zutaten im Ofen bis er gar und schön weich ist und sich problemlos mit einem Löffel genießen lässt.

Vor dem Servieren wird der Bratapfel bei diesem einfachen, klassischen Rezept dann nur noch mit etwas Zucker und Zimt bestreut und schon ist er fertig zu Verzehr.

Es gibt eine Fülle von Variationen für nahezu jeden Geschmack und daher erspare ich mir hier Rezepte zu präsentieren, sondern empfehle lediglich über eine Suchmaschine das Wort: Bratapfel recherchieren zu lassen und schon erscheinen Suchergebnisse nahezu ohne Ende.

In Pflegeeinrichtungen spielen Bratäpfel auch eine große Rolle. Dort braucht man für Bratapfelrezepte kein Internet! Die alten Menschen haben tolle Rezepte, die man mit einem bisschen guter Zusprache auch bekommt. Wenn sie dann zu Weihnachten einen Bratapfel bekommen, werden Erinnerungen wach und man blickt in dankbare, strahlende Kulleraugen.

Aus früherer Zeit stammt auch der Brauch Äpfel als Christbaumschmuck zu verwenden und dann aus dem leckeren roten Baumbehang Bratäpfel zu zaubern.

Bratäpfel eignen sich nämlich auch ganz hervorragend, um eventuell etwas unansehnlich gewordene Äpfel noch zu verwerten und wenn sie aus dem Backofen kommen, sehen alle Bratäpfel gleich aus.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen von Herzen gerne guten Appetit beim Geniessen von Bratäpfeln aller Art und einen wundervollen 4. Advent

Euer „alter Mann“

Werner Heus

Glühwein schmeckt mit Musik am Besten

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

auf den Weihnachtsmärkten findet man überall die Stände, an denen Glühwein, das beliebteste alkoholhaltige Heißgetränk in Mitteleuropa, verkauft wird.

Auch in den Cafés steht Glühwein im Winter auf der Getränkekarte. Das ist kein Wunder, denn der würzige Glühwein mit seinem unverwechselbaren Duft gehört einfach zu Weihnachten dazu, so wie der Weihnachtsbaum und/oder die Gans. Zu Hause ist das heiße Getränk die perfekte Abrundung zu Keksen und Stollen.

 

Der Vorläufer des Glühweins war ein mit Honig, später auch mit Zucker, stark gesüßter roter Gewürzwein, der aus der Antike überliefert wurde und dem man im Mittelalter medizinische Eigenschaften nachgesagt hatte.

Den Glühwein, wie man ihn heutzutage kennt, gibt es seit dem Winter 1956. Rudolf Kunzmann füllte in einer kleinen Ein-Mann-Weinkellerei in Augsburg mit Zucker und Gewürzen versetzten Wein erstmals in Flaschen ab. Und den verkaufte er als Glühwein.

Da damals Zucker als Zutat noch verboten war, verhängte das Marktamt der Stadt Augsburg einen Bußgeldbescheid wegen Verstoß gegen das Weinrecht. Dieser Bußgeldbescheid ist Beleg für den ersten in Flaschen abgefüllten Glühwein in Deutschland.

Zu einem späteren Zeitpunkt wurde dann das Weinrecht geändert und Glühwein somit legal.

Zur Herstellung benötigt man einen mit Holz befeuerten Glühweinkocher.

Die Zutaten bilden roter oder weißer Wein und verschiedene Gewürze. Üblicherweise werden Zimt, Gewürznelken, Zitronenschale und Sternanis verwendet
.
Bei der Zubereitung sollte der Glühwein keinesfalls über 80 °C erhitzt werden, da der enthaltene Alkohol ab 78 °C verdampft und die Gewürze ihren Geschmack zum Nachteil verändern.
Mindestalkoholgehalt im Handel erhältlichen Glühweins ist gesetzlich auf 7% Vol. festgelegt.

Für einen alkoholfreien Glühwein eignen sich der Saft aus Apfel, Orangen, Trauben, Kirschen, Beeren oder anderen Obstsorten, die mit den aromatischen Gewürzen harmonieren.
Auch schwarzer- oder Früchtetee sind eine Alternative.

Einen Liter Schwarztee zubereiten. Einen Liter Traubensaft in einen Topf geben, den Schwarztee, das Trockenobst, die Zimtstangen und die Gewürznelken dazu geben und alles ca. 10 Minuten köcheln lassen. Das Trockenobst wird schön weich beim kochen und man kann es super anschließend mit in die Gläser füllen.

Setzt man Glühwein schon am Vortag auf und lässt ihn über Nacht durchziehen, dann schmeckt er noch intensiver.

Bitte keine Behälter oder Schöpfkellen aus Aluminium, Kupfer, Zinn oder Messing verwenden, denn sobald diese Materialien mit dem Glühwein in Berührung kommen, geben sie Stoffe in das Getränk ab, die in größeren Mengen schädlich wirken!

Glühwein mit „SCHUSS

(einige sagen auch mit „Musik„)
Genau genommen spricht man bei Glühwein mit Schuss von einem Punsch.

Dieses aus Indien stammende Mixgetränk wurde im 16. Jahrhundert nach Europa gebracht und verdankt seinem Namen dem hindustanischen Wort „panch“ für fünf!

Damit sind die Zutaten Wasser, Wein, Zitronensaft, Früchte und Gewürze gemeint, auf die man sich im ursprünglichen Rezept bezieht.

Später kamen dann
 Calvados
Italienischer Grappa
Korn
Liköre (beispielsweise: Amaretto, Cointreau, Grand Marnier)
Weinbrand (wie Armagnac, Brandy oder Cognac)
Wodka
schwarzer Tee, Zucker und Limonensaft hinzu.

Bei der Zubereitung von Punsch sollte man darauf achten, dass die Zutaten nur erwärmt, aber nicht gekocht werden, damit der Duft und auch der Geschmack der Früchte erhalten bleiben und der Alkohol nicht verfliegt.

Wer nicht selber zubereiten möchte, kann natürlich auf fertige Produkte, sowohl Glühwein, wie auch Punsch im Handel erwerben.

Aud der Arbeit habe ich immer wieder festgestellt, dass es, wenn man den Kaffee durch Glühwein ersetzt, immer gleich viel lustiger wird.

Im Grunde genommen bleibt nur eine Frage:

da ja im Wein die Wahrheit liegt, liegt dann im Glühwein die Erleuchtung

Wie dem auch sei, ich wünsche uns allen von Herzen gerne weiterhin eine besinnliche Adventszeit und was ist schöner als mit guten Freunden einen Glühwein zu trinken?

Euer „alter Mann

Werner

Wer war eigentlich der Heilige Nikolaus?

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

am heutigen Freitag, dem 6. Dezember feiert Jung und Alt den:

Nikolaustag 2019

Hoffentlich habt Ihr gestern nicht nur Eure Stiefel ordnungsgemäß geputzt, sondern auch gut sichtbar raus gestellt!?

Denn nur, wenn diese Vorbereitungen getroffen wurden, konnte der Nikolaus auch etwas rein tun. Obwohl ich natürlich weiß, dass viele von Euch nicht an den Nikolaus glauben, bin ich doch ziemlich sicher, dass diese Tradition weiterhin (vielleicht heimlich) gelebt wird.

Mir persönlich gefällt dieses Nikolaus-Gedicht besonders gut:

Wir feiern heut Sankt Nikolaus,
Bischof aus alter Zeit,
der da ging von Haus zu Haus,
zum Helfen stets bereit.ext. Bild
Hier gab er das nötige Geld,
dort ein tröstendes Wort,
obwohl er nicht dazu bestellt,
fand er der Sorgen Ort.
Er sah mit seinem Herzen gut,
wie Jesus einst getan.
Schenkte vielen Menschen neuen Mut:
Da fing das Leben an.
Wer mit dem Nächsten teilen kann,
sein Brot und seine Zeit,
wird leben, wie dieser heilige Mann,
sein Freund sein allezeit.
So feiern wir von Herzen heut,
Dich, guter Nikolaus.
Und wandern wird die große Freud
von Dir zu jedem Haus.
(Hermine König)

Wer war der Heilige Nikolaus?

Die Gestalt des Heiligen Nikolaus geht auf den Bischof von Myra zurück, der um 280 n. Chr. in Lykien, im Südwesten Kleinasiens, geboren wurde.

Wir wissen, dass er um 300 zum Metropoliten der kleinasiatischen Hafenstadt Myra geweiht wurde und im Zuge der Christenverfolgungen in Gefangenschaft geriet.

Belegt ist außerdem seine Teilnahme am 1. Konzil in Nicäa sowie sein Tod am 6. Dezember. Die Jahreszahl seines Todestages liegt zwischen 345 und 351 n. Chr.

nikolaus-1

Warum verteilt der Nikolaus Geschenke?

Wenn der Nikolaus kommt, hat er einen großen Sack voller Geschenke bei sich, die er an brave Kinder verteilt.

Dieser Brauch des Schenkens geht auf jene Legende zurück, nach der Nikolaus mit Hilfe von Geldgeschenken, die er heimlich durchs Fenster und durch den Kamin warf, die drei Töchter einer völlig verarmten Familie vor der Prostitution rettete.

 

Wer ist denn eigentlich dieser Knecht Ruprecht?

ext. BildAls der Nikolaus nicht mehr nur reiner Geschenkbote war, sondern auch die Androhung der Bestrafung ungezogener Kinder im Raum stand, bekam der Heilige mancherorts einen Begleiter an die Hand, welcher dem Zweck der Abschreckung diente.

 

Der Name dieser Figur erweckt in der Erinnerung vieler Menschen Gedanken an den Teufel. Das Aussehen ist dunkel, meist pelzvermummt und daher insgesamt recht furchteinflößend.

Vorsicht ist in jedem Fall geboten!

Ich wünsche Euch von Herzen gerne einen schönen Nikolaustag, viele Leckereien und ganz viel Freude für Jung und Alt

Euer „alter Mann“

Werner Heus

Der Brauch der Barbarazweige ist ein Blütenwunder

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

auch der 4. Dezember 2019 steht wieder im Zeichen der Barbarazweige!

Heute ist Barbaratag

Die Barbarazweige sind eine alte, beinahe in Vergessenheit geratene Weihnachtstradition.

Das ganz besonders interessante daran ist, dass wenn alles klappt die Blüten genau am Heiligabend aufgehen! Das verheißt ihrem Besitzer gemäß dem altem Brauch im kommenden Jahr eine große Portion Glück.

Das Aufstellen der Barbarazweige geht auf eine Legende zurück:

Der Überlieferung zufolge sollte die Heilige Barbara aufgrund ihres christlichen Glaubens hingerichtet werden. Auf dem Weg ins Gefängnis verfing sich ein Kirschzweig in ihrem Kleid, den sie während ihrer Gefangenschaft regelmäßig mit Wasser benetzte und genau am Tag der Hinrichtung öffneten sich die Blüten.

Was steckt hinter dem Barbaratag und dem Brauch der Barabarazweige?

Zwischen Tannengrün und kahlen Ästen sind frische Blüten im Advent für mich persönlich eine mehr als willkommene Abwechslung. Mit den Barbarazweigen könnt Ihr Euch bei richtiger Anwendung pünktlich zu Weihnachten einen Hauch Frühling ins Haus holen.

barbarazweige

 

Barbarazweige können Kirsch-, Apfel-, Flieder– oder Haselnusszweige sein. Nach einem sehr alten Brauch sollen sie am 4. Dezember, dem Tag der Heiligen Barbara, abgeschnitten und ins Wasser gestellt werden.

Dieses Blütenwunder zu Weihnachten muss gut geplant werden, denn es kommt auf das richtige Timing an. Barbarazweige brauchen einen Kälteschock, damit sie im Dezember blühen.

Die geschnittenen Zweige sollte man zunächst in die Tiefkühltruhe zu legen, wenn sie noch keinen Frost im Freien mitbekommen haben. Alternativ stellt man die Zweige einfach in einer kalten Nacht auf den Balkon, damit sie Frost mitbekommen.

Erst dann werden sie über Nacht in lauwarmes Wasser gelegt. So bekommen die Knospen vermittelt, dass nun ihr Frühling begonnen habe und sie blühen können.

Um die Aufnahmefähigkeit für das Wasser zu erhöhen, empfehlen Gartenbauexperten, die Enden der Zweige am nächsten Tag schräg anzuschneiden oder aber mit einem Hammer weich zu klopfen.

Danach kommen sie in eine Vase mit frischem Wasser. Dieses sollte alle drei bis vier Tage ausgetauscht werden. Die Vase steht am besten im warmen Wohnraum.

Allerdings sollten man für ausreichend Luftfeuchtigkeit sorgen, denn zu viel trockene Heizungsluft lässt die Zweige schneller vertrocknen.

Sie sollten bis zum Heiligen Abend blühen und in der kalten, düsteren Winterzeit sollen sie ein wenig Licht in die Wohnung bringen.

Nach einem Volksglauben bringt das Aufblühen Glück im kommenden Jahr.

Ursprünglich glaubte man bei jungen Mädchen,

dass eine Hochzeit ins Haus stehe.

barbarazweige-2

Ich wünsche Euch von Herzen gerne einen schönen Barbaratag und eine besinnliche Adventszeit mit vielen schönen Begegnungen, Erfahrungen und unvergesslichen Momenten

Euer „alter Mann“ Werner

Na siehste wünscht einen schönen 1. Advent

Liebe Leserinnen, liebe Leser

am heutigen 1. Dezember 2019, ist auch der

1. Advent

Advent leitet sich ab vom lateinischen Begriff „adventus“ (Ankunft) ab.

Damit die Ankunft des Herrn gemeint ist. Die Christenheit bereitet sich ab diesem Datum also auf das Fest der Geburt Jesu Christi vor, die sie als Menschwerdung Gottes feiern – eben das, was uns als Weihnachten bekannt ist.

Die vier Adventswochen sollen an die 4000 Jahre erinnern, in denen die Menschen nach dem Sündenfall im Paradies auf die Ankunft des Erlöser warten mussten. Nach der Übernahme gallischer Bräuche wurde die Adventszeit zu einer Buß- und Fastenzeit, die vom 11. November bis zum 6. Januar (Erscheinung des Herrn) ging.

Heutzutage bereitet die Adventszeit die Christenheit in erster Linie auf die Geburt Jesus vor. Der 1. Advent ist außerdem der Beginn eines neuen sowohl katholischen, wie auch evangelischen Kirchenjahres.

ext. Bild

 

Nun,
was könnte man so an diesem Tag machen?

Natürlich alles, was Freude macht, Freude verbreitet und Freude unter den Menschen bringt. Dinge, die die Harmonie steigern und von friedlichen Absichten geleitet werden. Als Vorbereitung auf das Weihnachtsfest, welches jetzt ja mit riesengroßen Schritten naht.

ext. Bild

Ich hatte bereits lange im Vorab beschlossen
gestern die ersten Weihnachtskekse zu backen, denn die schmecken ja bekanntlich am allerbesten und dienen maßgeblich zur Einstimmung.
Ich habe meine Kinder und Enkelkinder von Herzen gerne um
Unterstützung gebeten und es war ein fröhlicher Tag, wie es das nebenstehende Bild nicht eindrucksvoller darstellen könnte.

ext. Bild

Und,
die Ergebnisse
können sich doch wahrlich sehen lassen:

 

Das Internet ist voll von tollen Rezepten, aber die besten Rezepte sind immer noch die, die innerhalb der Familie von Generation zu Generation weitergegeben werden, nach dem Motto:

„unsere Oma ist die Beste!“

Die ersten Plätzchen sind im Ofen,
ihr süßer Duft zieht durch das Haus.
In zehn Minuten sind sie fertig,
ich roll den Rest des Teiges aus.
So wandern Glocken, Butterherzen
auf´s Blech, wie auch der Mandelstern
und nicht zuletzt Schokomakronen,
die mögen meine Kinder gern.
Das Selbstgebackene verziere
ich teilweise mit Zuckerguss.
Dann kommt das Beste – ich probiere:

Mmmh – welch ein himmlischer Genuss!

ext. Bild

Die Adventszeit ist ja nun die Zeit der Lichter, 
und so manch einer wird da zum Dichter, 
denn gerade in der besinnlichen Zeit, 
reicht ein leises Wort oft schon ziemlich weit!

Mein Wort lautet ganz einfach:

FRIEDEN

Ich wünsche Euch, Euren Familien, Freunden und Bekannten so richtig von Herzen gerne
einen friedlichen, harmonischen 1. Advent

Werner Heus

Na siehste wie schön ein Weihnachtsmarkt ist

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Weihnachtsmärkte habe in unserem Land eine lange Tradition.

Und mal so ganz ehrlich unter uns gefragt: was wäre Weihnachten ohne den Weihnachtsmarkt?

Denn Weihnachtsmarkt bedeutet:

festlich geschmückte Straßen, Plätze und Häuser, überall ertönt besinnliche Musik, ein süßlich-herzhafter Duft liegt in der Luft. Bei einem Bummel steigt die Vorfreude auf Weihnachten.

Ganz egal ob nun nur zum gemütlichen Beisammensein, für den Genuss von Glühwein oder Punsch und auch allerlei Leckereien oder für die Besorgung der Weihnachtsgeschenke so erfreuen die Weihnachtsmärkte viele Menschen in der vorweihnachtlichen Zeit und verkürzen auch das Warten auf den Heiligabend.

 Ursprünglich war es so, dass sich sich die Kirchen durch den Aufbau der Märkte in der Nähe der Gotteshäuser ganz einfach höhere Besucherzahlen erhofften. Da war aber eher der Wunsch der Vater des Gedanken, denn die Menschen kamen vor allem wegen des weihnachtlichen Ambientes auf den Weihnachtsmarkt.

Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb haben viele Weihnachtsmärkte ihr traditionelles Konzept bis heute erhalten. Sie sind auch deshalb immer noch sehr viel beliebter als die modernen Märkte, die eher einem Wochenmarkt, einer Kirmes oder gar einem Rummel ähneln.

In Deutschland gehören der Striezelmarkt in Dresden und der Christkindlesmarkt in Nürnberg. zu den ältesten bekannten Weihnachtsmärkten mit langer Tradition.

Jedoch auch in vielen anderen deutschen Städten, ebenso in Österreich und einigen anderen europäischen Ländern bieten Weihnachtsmärkte traditionelle Handwerkskunst, sowie orts- oder regionale Spezialitäten.

Darüber hinaus findet eine große Vielzahl weihnachtlicher Events statt.

Eine kulinarische Besonderheit ist das typische Aachener Backwerk: Printen, die durch geschnitzte Holzschablonen verschiedene Formen erhalten, Lebkuchen und Spekulatius.

In Braunschweig bieten etwa 140 Kunsthandwerker und Marktkaufleute verschiedenste Produkte und Köstlichkeiten, sowohl aus der Region, als auch aus aller Welt an, unter anderem Keramik- und Glaswaren, Kerzen oder Holzspielzeug.

Der Chemnitzer Weihnachtsmarkt gilt als einer der schönsten in Sachsen.

Rund um das Rathaus wird in mehr als zweihundert Holzhütten unter anderem die traditionelle Holzschnitzkunst aus dem Erzgebirge angeboten. Absolut nicht zu übersehen sind die fünfstöckige, zwölf Meter hohe Weihnachtspyramide und ein fünf Meter hoher Lichterbogen.

Die Stadt Goslar im Harz bezaubert den Besucher mit ihren schmalen Gassen, mit Schiefer verkleideten Fachwerkhäusern und nostalgischem Flair. In der Adventszeit zieht in dieser verträumten Kulisse der historischen Altstadt der Weihnachtsmarkt mit seinen urigen Holzhütten ein und der dazugehörige Weihnachtswald sorgt obendrein noch für eine märchenhafte Stimmung.

Tja, und da fehlt ja noch das Marzipan, welches ursprünglich für die Kalifen im Orient kreiert wurde und hierzulande traditionell in Lübeck hergestellt wird.

Rund um das Rathaus der Hansestadt werden alljährlich über 200 Verkaufsstände aufgebaut, die verschiedenste Marzipan-Spezialitäten anbieten.

Beim Weihnachtsbasar der Konditorei Niederegger können Besucher zudem einen Blick hinter die Kulissen der Herstellung von Marzipan werfen.

Wer die schönsten Weihnachtsmärkte in Deutschland und Österreich bereits kennt, dem kann ich von Herzen gerne eine Reise in eines unserer anderen Nachbarländer empfehlen, denn die haben ebenfalls eindrucksvolle Märkte zu bieten.

Werner Heus

 

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