Kategorie: Pflanzenwelt

Der Brauch der Barbarazweige ist ein Blütenwunder

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

auch der 4. Dezember 2019 steht wieder im Zeichen der Barbarazweige!

Heute ist Barbaratag

Die Barbarazweige sind eine alte, beinahe in Vergessenheit geratene Weihnachtstradition.

Das ganz besonders interessante daran ist, dass wenn alles klappt die Blüten genau am Heiligabend aufgehen! Das verheißt ihrem Besitzer gemäß dem altem Brauch im kommenden Jahr eine große Portion Glück.

Das Aufstellen der Barbarazweige geht auf eine Legende zurück:

Der Überlieferung zufolge sollte die Heilige Barbara aufgrund ihres christlichen Glaubens hingerichtet werden. Auf dem Weg ins Gefängnis verfing sich ein Kirschzweig in ihrem Kleid, den sie während ihrer Gefangenschaft regelmäßig mit Wasser benetzte und genau am Tag der Hinrichtung öffneten sich die Blüten.

Was steckt hinter dem Barbaratag und dem Brauch der Barabarazweige?

Zwischen Tannengrün und kahlen Ästen sind frische Blüten im Advent für mich persönlich eine mehr als willkommene Abwechslung. Mit den Barbarazweigen könnt Ihr Euch bei richtiger Anwendung pünktlich zu Weihnachten einen Hauch Frühling ins Haus holen.

barbarazweige

 

Barbarazweige können Kirsch-, Apfel-, Flieder– oder Haselnusszweige sein. Nach einem sehr alten Brauch sollen sie am 4. Dezember, dem Tag der Heiligen Barbara, abgeschnitten und ins Wasser gestellt werden.

Dieses Blütenwunder zu Weihnachten muss gut geplant werden, denn es kommt auf das richtige Timing an. Barbarazweige brauchen einen Kälteschock, damit sie im Dezember blühen.

Die geschnittenen Zweige sollte man zunächst in die Tiefkühltruhe zu legen, wenn sie noch keinen Frost im Freien mitbekommen haben. Alternativ stellt man die Zweige einfach in einer kalten Nacht auf den Balkon, damit sie Frost mitbekommen.

Erst dann werden sie über Nacht in lauwarmes Wasser gelegt. So bekommen die Knospen vermittelt, dass nun ihr Frühling begonnen habe und sie blühen können.

Um die Aufnahmefähigkeit für das Wasser zu erhöhen, empfehlen Gartenbauexperten, die Enden der Zweige am nächsten Tag schräg anzuschneiden oder aber mit einem Hammer weich zu klopfen.

Danach kommen sie in eine Vase mit frischem Wasser. Dieses sollte alle drei bis vier Tage ausgetauscht werden. Die Vase steht am besten im warmen Wohnraum.

Allerdings sollten man für ausreichend Luftfeuchtigkeit sorgen, denn zu viel trockene Heizungsluft lässt die Zweige schneller vertrocknen.

Sie sollten bis zum Heiligen Abend blühen und in der kalten, düsteren Winterzeit sollen sie ein wenig Licht in die Wohnung bringen.

Nach einem Volksglauben bringt das Aufblühen Glück im kommenden Jahr.

Ursprünglich glaubte man bei jungen Mädchen,

dass eine Hochzeit ins Haus stehe.

barbarazweige-2

Ich wünsche Euch von Herzen gerne einen schönen Barbaratag und eine besinnliche Adventszeit mit vielen schönen Begegnungen, Erfahrungen und unvergesslichen Momenten

Euer „alter Mann“ Werner

Ein Sternengruß für die Zwischenmenschlichkeit

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

erst am Montag, dem 12. Dezember ist der:

Tag des Weihnachtssterns

aber ich habe bereits, wie in den Jahren zuvor einen von meinen Kindern geschenkt bekommen. Nun bin ich gespannt, denn oftmals hat er sich sogar bis weit ins neue Jahr hinein gehalten.

ext. Bild

 

Der Weihnachtsstern, der auch Poinsettie oder Euphorbia pulcherrima genannt wird, ist nach der Orchidee die beliebteste Zimmerpflanze in Deutschland. Das ist recht interessant, wenn man bedenkt, dass die Verkaufssaison für den Weihnachtsstern nur etwa acht Wochen dauert.

Ursprünglich stammt die Pflanze mit den markanten Hochblättern aus Mexiko. Dort wachsen Weihnachtssterne zu hohen Sträuchern heran und seit Jahrzehnten arbeiten Züchter daran, die kleinwüchsigen Exemplare, was Größe, Blätter und Farbe betrifft, weiterzuentwickeln.

In Gewächshäusern gezüchtet, kam er ab Anfang November in den Verkauf.

Und die Farbvielfalt nimmt ständig zu:

von Rot über Lachsrosa bis zu Gelb und Cremeweiß.

Jedoch trotz all der zahlreichen Neuzüchtungen bleibt Rot aber der Klassiker.

Bei dem farbigen Teil der Pflanzen handelt es sich übrigens nicht um Blüten, sondern um verfärbte Hochblätter. Die Blüten selbst sind eher unscheinbar. Sie sind klein, gelb und sitzen in der Mitte der Hochblätter.

Vor fast 200 Jahren verliebte sich Joel Roberts Poinsett, der erste US-amerikanische Botschafter in Mexiko, in die in dem mittelamerikanischen Land wild wachsenden Weihnachtssterne.

1828 brachte er die Pflanze erstmals mit rüber in die USA. Er verschickte sie von dort an Freunde im ganzen Land und schon sehr bald erfreute sich der schöne Stern in den USA sehr großer Beliebtheit.

Im Gedenken an den Entdecker und Namensgeber des Weihnachtssterns führte der US-Kongress 1852 den „Poinsettia Day“ ein, der seither traditionell am Todestag seines Entdeckers, dem 12. Dezember, gefeiert wird.

Seit einigen Jahren findet dieser Tag auch in unserem Land immer mehr Anhänger.

Persönlich finde ich diese Idee sehr schön, denn man überrascht seine Freunde angenehm mit einem Sternengruß.

Dieser Gruß ist vor allem gedacht, um noch vor dem Weihnachtsfest alles Zwischenmenschliche wieder richtig zu stellen, etwa um

 

ext. Bild

 

Missverständnisse auszuräumen,
Frieden zu schließen,
einfach endlich einmal „Danke“ zu sagen
Zuneigung auszudrücken oder
Vorfreude auf die Festtage zu erzeugen.

Persönlich finde ich es sehr schön, dass dieser Tag in unserem Land mehr und mehr an Bedeutung gewinnt, denn wer mag
nicht mal „durch die Blume“ seine Gefühle mitteilen können?

Werner

P.S.:
Und bitte nicht vergessen …
Weihnachtssterne zu verschenken

ext. Bild

Welttag des Duftes 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

am heutigen Donnerstag, dem 27. Juni, ist:

Welttag des Duftes

ext. Bild

Der Weltdufttag wird als jährlicher Aktionstag seit dem 27.06.2013 offiziell begangen.

Der Initiator, Matti Niebelschütz, erklärt, dieser Aktionstag soll gezielt dazu anregen, sich der faszinierenden Welt der unterschiedlichen Düfte bewusst zu werden. Er fordert die Menschen auf, einfach einmal die Augen zu schließen und sich ganz des sinnlichen Erlebens der Duftwelt hinzugeben.

Also, schnuppert heute mal ganz aufmerksam, denn Düfte sind aus unserem täglichen Leben ganz einfach nicht mehr wegzudenken. Egal ob Blumen, Pflanzen, Kräuter, eine frisch gemähte Heuwiese, Tee oder Parfum, wer aufmerksam schnuppert, wird immer neue Düfte feststellen.

Duftender Rauch war ursprünglich den Göttern vorbehalten.
Durch das Abbrennen von Dufthölzern hoffte man die Götter gnädig zu stimmen.

Aus diesen Ursprüngen entstand dann auch die Bezeichnung „Parfum“,
das sich aus dem lateinischen „per fumum“ (durch den Rauch) ableitet.

Irgendwann im Laufe der Zeit wollte man diese Wohlgerüche jedoch nicht mehr ausschließlich den Göttern gönnen, und so entstanden dann im alten Ägypten, etwa um 1500 vor Christus, die ersten Rezepturen für Parfums.

ext. Bild

Den Phöniziern ist es zu verdanken, dass diese duftenden Ideen auch nach Asien und in den Mittelmeerraum gelangten, die Kreuzzüge trugen dann später ein Übriges zur Verbreitung.

In Europa wurden die extrem kostspieligen duftenden Essenzen

jedoch lange Zeit nur für medizinisch-heilende Zwecke eingesetzt.

Interessant ist, dass es bei den Düften von Anfang darum ging,
eine innere und äußere Harmonie zu schaffen.
Genau das ist auch das Wesen der modernen Aromakologie,
die sich mit der Wirkung von Düften auf das Wohlbefinden beschäftigt.

Für fast jede Frau – und auch immer mehr Männer – gehört die Geste des Parfümierens ganz selbstverständlich zur täglichen Körperpflege.

ext. Bild

Erstaunlich und auffallend ist dann allerdings, dass wir viel zu selten die schönen Düfte genießen, die uns im Alltag, beispielweise beim einem Spaziergang in Feld, Wald und Flur begegnen.

Müssen wir einen Schnupperkurs für den Alltag einführen?

Denkt einfach mal bitte drüber nach und Euch wird auffallen, wir sagen doch viel häufiger, als allgemein angenommen:

„Das riecht aber unangenehm!“, als „oh, das riecht aber gut!“

Der Welttag des Duftes soll aber genau daran erinnern,
dass schöner Duft in vielen Fällen ein Genuss ist!

Bereits zum 7. Mal wird heute der Welttag des Duftes von
Duftfans auf der ganzen Welt begangen.

Und in diesem Sinne hoffe ich mal, dass Ihr mit dabei seid und wünsche Euch von Herzen gerne ganz viel Spaß beim (Be)Schnuppern

Werner

Lavendel ist ein duftender Bote des Sommers mit Heilkraft

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wenn man den Duft von Lavendel riecht und sogar schon einmal das Glück im Leben hatte in der Provence gewesen zu sein, fühlt man sich geradewegs wieder dorthin versetzt.

In dem milden Mittelmeerklima gedeiht der bläulich-violett blühende Strauch bestens.

Bereits seit dem 17. Jahrhundert wird er in großem Stil angebaut,

denn er lässt sich vielfältig verarbeiten:

zu Hautpflegeprodukten, Honig, Kräuterkissen, Parfümessenzen, Seife und auch zu medizinischen Produkten.

Wer Lavendel im heimischen Garten pflanzt, profitiert gleich doppelt, denn die Pflanze sieht nicht nur hübsch aus, sondern sie vertreibt auch die Blattläuse von benachbarten Blumen, wie zum Beispiel den Rosen.

Der Name Lavendel stammt wahrscheinlich vom lateinischen „lavare„, was zu deutsch „waschen“ bedeutet. Im antiken Rom dienten die getrockneten Blüten als Bade- und Waschmittelzusatz.

Als Heilpflanze wurde der echte Lavendel erst im 12. Jahrhundert bekannt.

Hildegard von Bingen setzte das Kraut gegen Kopfläuse ein. Und später galt Lavendel als hilfreich gegen Blähungen, Krämpfe und Angstzustände.

Die wirksamen Inhaltsstoffe befinden sich in den Lavendelblüten.

Diese enthalten ätherisches Öl, sowie Gerbstoffe und Flavonoide.

Lavendelöl wirkt sich positiv auf Schlaf und Psyche aus.

Wer schlecht einschläft oder nachts aufwacht, dem kann das Öl eventuell helfen, denn dessen Inhaltsstoffe wirken Studien zufolge beruhigend und schlaffördernd.

Es gibt konkrete Hinweise darauf, dass Lavendel einen angst-lösenden Effekt haben könnte.

Wer Angstzustände bekommt oder unter Schlafstörungen leidet, sollte die Beschwerden aber unbedingt von einem Arzt abklären lassen, denn der kann auch entscheiden, ob sich Lavendel in Tablettenform, als Entspannungsbad oder als reines Öl für den Betreffenden empfiehlt.

ext. Bild

Blau soweit das Auge reicht.
Warme Luft über endlose Felder streicht.
Zart und warm strömt es hervor.
Düfte steigen betäubend empor.

ext. Bild

Schwirrende Bienen, summende Hummeln
Sich über den Duftfeldern tummeln.
Mit Pollen und süßem Nektar beladen
Kehren sie heim in ihren Schragen.

Blütensammler kommen mittags daher,
Schneiden die blauen Ähren schwer.
Dann trocknen sie in lauer Luft,
Geben unseren Schränken und Laden Duft.

ext. Bild

Andere wandern in Gläser hinein,
Übergossen mit viel Alkohol rein.
Sie destillieren in Wärme und Licht,
Geben ab die zarten Öle, welch ein Gedicht.

ext. Bild

Feine Damen trugen das Tüchlein wohl
Benetzt mit den Düften am Busen voll.
Oma kannte es als Lavendel Uralt.
Ich erinnere gerne ihre Gestalt.

ext. Bild

Heute schnitt ich die blauen Blüten,
Damit sie mir den Schlaf behüten.
Als zartes Gewürz in Salat oder Tee
Sei mir gegrüßt Lavendelfee.

ext. Bild

Ein „Allheilmittel“ bist Du nicht,
Aber ich widme Dir dies Gedicht.
Ich bitte Dich, bleib uns weiter treu,
Damit sich jeder stets an Dir das Herz erfreu.

(Verfasser des Gedichtes ist mir leider unbekannt)

Ich wünsche Euch von Herzen gerne einen wundervollen Sonntag voller Entspannung und Erholung. Vielleicht ja auch mit einer schönen Lavendelöl-Massage oder einem schönen Bad

Werner

%d Bloggern gefällt das: