Kategorie: Vermisste

Tag zur Abschaffung der Sklaverei 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

 am heutigen Montag, dem 2. Dezember, ist:

Internationaler Tag zur Abschaffung

der Sklaverei 2019

Dieser Internationale Tag, der von den Vereinten Nationen eingeführt wurde, erinnert daran, dass Sklaverei kein Problem der Vergangenheit ist.

Über 40 Millionen Menschen werden aktuell in Sklaverei festgehalten, schätzt die Internationale Arbeitsorganisation (ILO).

Jedes vierte Opfer ist minderjährig.

Eine Studie der Menschenrechtsorganisation International Justice Mission (IJM) ergibt, dass allein in Ghana Zehntausende Kinder als Sklaven in der Fischerei arbeiten.

Die jüngsten Fischer sind gerade einmal vier Jahre alt.

Als Sklaven bezeichnet man eine Art „Herrschaftsverhältnis“, bei welchem unfreie Menschen ohne eigene Rechte arbeiten müssen.

Sklavenhandel bedeutet, dass Menschen wie Gegenstände angesehen werden und als solche ge- und verkauft werden.

Der Sklave „gehört“ einem anderen Menschen wie eine Ware.

Für weltweit jeden Mensch sollte es selbstverständlich sein, dass jeder Mensch seine eigene Würde hat, die unantastbar ist! Und Rechte, ganz speziell Menschenrechte besitzt, die ihm kein anderer Mensch nehmen kann, was aber leider nicht immer so war.

Sklaverei gab es bereits im Altertum bei den Griechen und Römern und seit dem 16. Jahrhundert wurde Sklavenhandel in ganz großem Stil betrieben.

Im sogenannten Dreieckshandel fuhren Schiffe mit Waren an die Küste Westafrikas, um sie dort gegen Menschen einzutauschen.

Millionen von Männer, Frauen und Kinder wurden in Afrika gekauft!

Oder entführt und vor allem an amerikanische Plantagenbesitzer verkauft, Familien wurden willkürlich auseinandergerissen. Von Amerika aus fuhren dann die Schiffe zurück nach Europa. Reich beladen mit Produkten wie Zucker, Kaffee oder Baumwolle, die durch Sklavenarbeit geerntet oder hergestellt worden waren.

Die verschleppten Menschen galten nun als Eigentum der europäischen Sklavenhändler. Während der wochenlangen Überfahrt nach Nord- und Südamerika wurden sie meist unter Deck in Ketten gelegt! Viele starben an Krankheiten oder nahmen sich das Leben.

Nach Schätzungen der UNESCO wurden allein in diesem sogenannten Transatlantischen Sklavenhandel vermutlich rund 17 Millionen Menschen aus Afrika versklavt.

Andere Zahlen gehen von 12 Millionen Menschen aus. Die meisten wurden nach Brasilien gebracht. Die Sklaven mussten auf den Baumwollfeldern oft unter schrecklichen Bedingungen und ohne Bezahlung schuften, wie in dem mehrteiligen Film Fackeln im Sturm, der den Krieg zwischen den Nord- und Südstaaten wegen der Sklaverei u.a. zum Inhalt hat, eindrucksvoll verfilmt. Wenn der Sklavenhalter mit seinen Sklaven nicht zufrieden war, konnte er sie „ganz einfach“ weiterverkaufen oder auch umbringen.

Erst im 19. Jahrhundert wurde die Sklaverei in den USA und auch in den meisten anderen Ländern abgeschafft. Die Menschenrechtskonvention der Vereinten Nationen (UNO) hat im Jahr 1948 die Sklaverei ausdrücklich verboten.

Und trotzdem, auch daran soll der heutige Tag erinnern und uns das noch einmal vor Augen führen, gibt es auch heute immer noch Menschen, die ähnlich wie früher die Sklaven unter unmenschlichen Bedingungen leben und arbeiten müssen.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte geht davon aus, dass moderne Formen der Sklaverei zwar nicht mehr zwingend darauf basieren, dass Menschen als Eigentum anderer gelten, jedoch die faktischen Lebensumstände der davon betroffenen Menschen unterscheiden sich jedoch kaum von denen alter, klassischer Formen der Sklaverei.

Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO), eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Hauptsitz in Genf schätzt, dass weltweit (Stand 2012) knapp 21 Millionen Menschen Zwangsarbeit verrichten, wobei die häufigste Ursache, die Menschen in ein solches Arbeitsverhältnis geraten lässt, Armut ist. Besonders gefährdet sind Migrantinnen und Migranten ohne gültige Papiere sowie Analphabeten und Analphabetinnen. Die ILO rät jedoch zur Vorsicht, mit dem Begriff moderne Sklaverei leichtfertig umzugehen, da er auf viele Umstände rein rechtlich leider nicht zutrifft.

Wie man auch immer diesen absolut unhaltbaren Zustand bezeichnen möchte – für mich persönlich klingt es nach „moderner Sklaverei“

so wünsche ich mir von Herzen gerne, dass dem recht bald und nachhaltig ein Ende gesetzt wird.

Werner

Tag der vermissten Kinder 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute, am Samstag, dem 25. Mai, ist:

  • Tag der vermissten Kinder 2019
  • Was kann es Grausameres geben, als nicht zu wissen, wo sich das eigene Kind befindet?
  • Die Fälle ähneln sich immer: Kinder verschwinden in ganz alltäglichen Situationen:
  • auf dem Weg zum Bäcker, zur Schule oder beim Spielen.
  • Die Ungewissheit über den Verbleib ist noch viel schlimmer als die Nachricht über den Tod.
  • Seit 1983 wird dieser Tag begangen, den US-Präsident Ronald Reagan zum Gedenken an den sechsjährigen Etan Patz, der am 25. Mai 1979 auf dem Weg zur Schule für immer verschwunden ist, wählte.
  • Die Geschichte von Etan Patz ist für mich persönlich:
  • Horror, pur!

Es war das erste Mal, dass der sechsjährige Etan Patz den Weg zum Schulbus alleine ging.

Von der Feuertreppe ihrer Wohnung in Manhattan aus sah die Mutter, Julie Patz, ihrem Sohn damals, am 25. Mai 1979, noch bis zur nächsten Kreuzung hinterher.

Die letzten 50 Meter zum Schulbus werde er auch noch schaffen, dachte sie, als sie vom Fenster weg trat.

Jedoch Etan erreichte den Schulbus nie.

Er verschwand spurlos.

Die Polizei begann sofort, die Nachbarschaft ab zu suchen. Landesweit wurden Bilder von Etan auf Milchpackungen gedruckt, was damals ein absolutes Novum darstellte, und sogar auf den Werbeflächen am Times Square gezeigt.

Das Lächeln von Etan ging um die Welt.

Doch all das blieb ohne Erfolg.

In der Hoffnung, dass ihr Sohn irgendwann zu ihnen zurückkommen werde, zogen seine Eltern nie um und behielten immer dieselbe Telefonnummer. Aber Etan rief nie an, stand nie mehr vor ihrer Tür.

Erst im Jahr 2012, 33 Jahre später, gestand der Fabrikarbeiter Pedro Hernandez, Etan auf dem Schulweg in einen Keller gelockt und dort erdrosselt zu haben. Den Körper habe er in den Müll geworfen.

Es schien, als bekämen die Eltern endlich Gewissheit.

Doch die Beweislage für eine Verurteilung war sehr dünn.

Als der Angeklagte dann auch noch sein Geständnis widerrief und Etans Leiche nie gefunden wurde, konnten sich die Geschworenen schließlich nicht auf ein Urteil einigen.

Hernandez wurde freigesprochen.

Die Ungewissheit über den Verbleib eines Menschen ist für die Angehörigen eine emotionale Extremsituation.

Häufige Folgen sind Schlaf- und Angststörungen, Alpträume, Depressionen und Schuldgefühle.

Der Tod gibt den Verwandten zumindest die Möglichkeit, den Verlust mit Trauer zu bewältigen.

Doch bei Langzeitvermissten überschattet die Ungewissheit ein Leben lang die Gegenwart.

Hoffnung, Verzweiflung, Schuldgefühle lassen die Angehörigen nicht zur Ruhe kommen.

„Sehr häufig erleben wir, dass Eltern lieber eine Todesnachricht ihres vermissten Kindes bekommen würden, als die ungewisse Situation noch länger aushalten zu müssen“ sagt Bianca Biwer, die Bundesgeschäftsführerin des Weissen Rings, der sich in Deutschland den Opfern annimmt.,

Oft wird die Todesnachricht dann sogar als erleichternd erlebt“.

Es gibt verschiedene Organisationen, die die Suche nach diesen Kindern nicht aufgeben und versuchen Eltern und Jugendlichen praktische, vorbeugende Tipps zu geben, damit sie solch ein Schicksal nie erfahren müssen.

Im Internet kann man sich unter der Adresse

www.vermisste-kinder.de

über dieses Thema informieren.

Man findet auf dieser Seite auch Adressen zu Organisationen und Polizeieinrichtungen, die in einem solchen Fall kompetent weiterhelfen können.

Ich drücke allen Menschen von Herzen gerne die Daumen und klopfe auf den Tisch, dass wir nie in eine solche Situation kommen, toi toi toi

Werner

 

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