Kategorie: Nostalgie

Fakten rund um die Sankt Martins Legende

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

am Montag, dem 11. November ist Sankt Martin.

Aber was wird an diesem Tag gefeiert?

Um diese Frage ordnungsgemäß zu beantworten, nachfolgend die:

Die Sankt Martins – Legende

Martins größter Wunsch war, einmal ein Soldat des Kaisers zu werden.

Deshalb trat er schon früh in das Heer des Kaisers ein. Er war noch nicht einmal 18 Jahre alt. Martin war mutig und tapfer, er hatte viele Freunde.

Aber besonders stolz war er auf sein Pferd.

Für Martin gab es nichts Schöneres, als auf seinem Pferd durch die Straßen der Stadt zu reiten.

Selbst im Winter sattelte er sein Pferd und machte mit ihm einen Ausritt.

An einem Abend war es besonders kalt, auf den Straßen lag dicker Schnee. Trotzdem sattelte Martin sein Pferd und führte es aus dem Stall.

Als er durch die Straßen ritt, begegnete ihm kein Mensch.

Nicht einmal ein Hund trieb sich noch draußen herum, allen war es viel zu kalt.

Die Menschen hockten in ihren Zimmern um das Feuer herum, und die Tiere rückten im Stall ganz eng zusammen.

Martin trieb sein Pferd an, beim schnellen Ritt würde ihnen beiden warm werden.

Doch plötzlich zügelte Martin sein Pferd.

Da lag doch etwas im Schnee am Straßenrand.

War es ein Tier?
War es ein Mensch?

Vorsichtig ritt Martin näher, da hörte er ein leises Stöhnen.

Als er sich niederbeugte, erblickte er einen Mann, der vor Kälte wimmerte.

Es war ein Bettler, der nur Lumpen trug,

“Ich friere so!”

jammerte er.

Martin zögerte nicht, er griff nach seinem Schwert, nahm seinen Mantel von der Schulter, packte das Schwert und schnitt seinen eigenen Mantel mittendurch.

st-martin

“Das schenke ich Dir” sagte er und reichte dem Bettler den halben Mantel.

Danke!” sagte der Bettler leise und wickelte sich in den Mantel ein.

Martin aber legte die andere Hälfte um, trieb sein Pferd an und ritt davon.

Nachts träumte er vom Herrn Jesus, darauf verließ er das Heer des Kaiser.

Er wollte kein Soldat mehr sein, er wollte lieber den Armen helfen.

Überall im Land erzählte man von dem Heiligen Martin.

Die Geschichte von dem armen Bettler hatte sich weit herumgesprochen, so war Martin ein bekannter Mann.

Viele Menschen liebten und verehrten ihn, sie wollten Martin sogar zum Bischof machen.

Aber Martin wollte nicht Bischof werden, dafür war er viel zu bescheiden.
Er hatte Angst vor diesem Amt und meinte er würde nie ein guter Bischof werden.

Als die Leute kamen und ihm zum Bischof machen wollten,

versteckte er sich in einem Gänsestall.

Hier werden sie mich bestimmt nicht suchen, dachte er.

Die Gänse im Gänsestall aber schnatterten so laut und waren so aufgeregt, dass Martin schließlich doch entdeckt wurde.

So wurde Martin Bischof und er wurde ein guter Bischof.

Nicht nur aufgrund dieser Legende, sondern auch wegen des Brauchtums rund um seinen Namen ist Sankt Martin heute einer der bekanntesten und beliebtesten Heiligen.

Ganz besonders natürlich bei den Kindern, die jedes Jahr am 11. November mit bunten Laternen durch die dunklen Straßen ziehen und dabei lautstark Martinslieder singen. Oft werden sie dabei von einem Reiter mit römischem Helm und Purpurmantel begleitet, der an die berühmte Mantelteilung des Heiligen erinnert.

Bekannt sind auch die Martinswecken als Gebäck und in einigen Regionen die Martinsfeuer.

Ich wünsche Euch allen einen schönen Martinstag.

Werner

 

Nähstube plus Nähkästchen gleich Nostalgie

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

persönlich bin ich eher der Bastler, obwohl ich das Stricken und Häkeln noch im Handarbeitsunterricht in Theorie und Praxis kennengelernt habe. Die Großmutter hat mir ebenfalls ganz viel beigebracht, aber in den letzten mehr als 40 Jahren ist leider das meiste davon mehr oder minder „auf der Strecke“ geblieben.

Meine Großmutter, bei welcher ist große Teile meiner Kindheit und Jugend aufgewachsen bin, war Schneiderin. Ohne jeden Zweifeln sind für mich die schönsten materiellen Geschenke, die die von Menschenhand selbst gefertigt wurden.

Heutzutage ist es Mode, dass Jeans „Löcher“ haben – welch ein Wandel?

Früher hat die Oma die Löcher in der Bekleidung gestopft oder Flicken eingesetzt. Wie auch immer hatte sie stets eine Lösung parat.

Ich erinnere mich oft und sehr, sehr gerne an meine Großmutter.

Heute möchte ich Euch

in einer sehr interessanten, nostalgischen

Nähstube

ganz herzlich willkommen heißen.

Lasst uns ein bisschen in die gute, alte Zeit zurück reisen und Erinnerungen aufkommen lassen.

ext. BildIn einer arg verbeulten Dose,
ganz hinten im Regal versteckt,
ruhen zahllose Knöpfe, alt und lose,
schon längst vergessen ist ihr Zweck.

Dabei bestimmten diese Teilchen,
in ihren besten Tagen stets,
ein bindend Stückchen unseres Weilchen,
auf diesem unseren Planet.

Ohne die goldenen, welch große Schande,
ein General wär‘ unsichtbar.
Die schmucken Uniformen im Lande,
wär’n völlig nackt und unscheinbar.

Sie könnten niemandem mehr zeigen,
hier paradiert ein Spezialist.

 

Denn Zwirn, ganz knopflos, kann nur heißen,
dass drin ein wahrer Niemand ist.

Doch gibt’s auch kleine, die in Herzform,
geschmückt haben manch zarte Brust.
Die, als des Lebens kalter Herbst kam,
verbissen wurden abgezupft.

 

 

 

Ersetzt durch einen Reißverschluss.
Da ist der Name schon Programm.
Erst wird gerissen, dann kommt Schluss,
am End‘ zieht niemand mehr daran!

Gebannt lauscht man den Wäscheknöpfen.
Wenn die erst ins Erzählen kommen!
Von roten, aufgelösten Zöpfen,
wie Seidenwellen, ganz verschwommen.

 

 

Von Seufzern und von wildem Stöhnen:
„Ach Kinder, ich könnt‘ Sachen sagen!
Stattdessen wir hier Trübsal frönen,
nur träumen können von alten Tagen.“

Gar wichtig sind die Mantelknöpfe,
sie glauben, sie sind alter Adel.
„Ein großes Horn – macht große Knöpfe!“
Man nickt, zustimmend, ohne Tadel.

 

 

Dabei die Lässigsten der Träger,
die niemals auch nur einmal schlossen,
die froren lieber, wie der Jäger,
der statt dem Bock, den Hund erschossen.

Ach, Formen gibt es schier unzählig:
Aus Horn, aus Glas und Perlenschimmer,
sogar aus Blech, nur scheinbar schäbig,
doch zählt ihr Gestern jetzo nimmer.

 

Vergessen ruhn sie in der Schachtel,
nur manchmal kommt die runzlig‘ Hand,
der netten alten, grauen Wachtel
und streicht ganz zärtlich jeden Rand.

Sie murmelt dabei leise Worte,
sucht sich den Kleinsten immer aus,
den blauen Hemdknopf mit der Borte,
fischt sie als einzigen immer raus.

 

 

ext. BildFührt ihn ganz sacht an ihre Augen,
drin glitzern Tränen, eine tropft,
haucht einen Kuss drauf – kaum zu glauben,
dann wird er sanft zurück gestopft.

„Du warst mein Einzig!“ sagt sie heiser,
die Knöpfe hoffen stets auf mehr.
Doch nur ein Blick noch, schnieft und leiser:
„Je nun, vorbei!“ kommt hinterher.

Energisch schließt sie dann den Deckel,
die Knopfmannschaft umfängt die Nacht.
Den Rest des Lebens im Verlies –
ja, so weit haben sie’s gebracht.

Ein ganz herzliches Dankeschön gebührt der Verfasserin dieses Gedichtes:

©Isabella Kramer

Ich habe nur noch ein sehr, sehr kleines Nähkästchen mit Garn und ein paar Knöpfen.

Aber einen riesigen Erfahrungsschatz und plaudere gerne aus dem Nähkästchen, vor allem, wenn es um postive Erinnerungen geht.

Uns allen wünsche ich einen erfolgreichen Herbst, Gesundheit und so viele schönen Momente, wie eben nur möglich.

Werner Heus

Meine To-Do-Liste für den Sommer 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

so, wie man einen Einkaufszettel als Gedächtnisstütze schreibt, habe ich mir mal Gedanken gemacht, was man vielleicht im Sommer so alles anstellen könnte und wahrscheinlich schon sehr, sehr lange nicht mehr gemacht hat.

Vieles hat mit der Kindheit und Jugend zu tun, also der „guten, alten Zeit“ und ist somit ein Stück weit echte Nostalgie.

Und weil ich ja eigentlich bereits von Natur aus ein netter Mensch bin, lass ich Euch heute an meinen persönlichen Gedanken teilhaben und vielleicht mögt Ihr ja die eine oder andere Anregung sogar – oder Ihr erklärt mich für verrücktgrins.

Guckst Du bitte meine Sommer To-Do-Liste:

Auf einer Wiese liegen (ohne Decke) und träumen
abends auf einer Bank sitzen und in den Sternenhimmel schauen
auf einem Esel oder einer Kuh reiten
barfuß ein Stück laufen (egal wo)
bei einem Sommerregen mit Badehose auf die Straße gehen
den Sommerhit lautstark mitsingen
die Wolken im Flug aufmerksam beobachten
ein Eis am Stiel (Capri) lutschen 
einen Frosch oder eine Kröte fangen
einen Sonnenuntergang miterleben
in einem Meer baden gehen
in einem Heuballen herum tollen
in einem Baggersee (verboten) baden
im Feld sitzen und Möhren knabbern
in eine Wasserpfütze springen
in einem Zelt oder einer Hängematte übernachten
Kartoffeln sammeln, wenn abgerodet ist!
mit den Enkeln ein Baumhaus bauen
mit einem Schlauchboot auf einem Fluss fahren
mit einem Seil(am Baum befestigt) über eine Bach springen
mit den Kindern Sack hüpfen um die Wette
nachts an einem Lagerfeuer sitzen
sieben Mücken auf einmal erschlagen

Wie Ihr sicher erkannt habt, schwingt in meinen Gedanken das Kind, welches ja nun bekanntlich in jedem von uns "schlummert" und das wir uns unbedingt bewahren sollten, mit. 

Einiges werde ich leider aus gesundheitlichen Gründen sicher nicht mehr durchführen können, aber manchmal zählt der Wille und zum anderen bleibt dann der Wunsch der Vater des Gedanken. 

Wie dem auch sei, habe ich mir einige alte Tugenden über all die Jahrzehnte bewahrt und bin schon irgendwie "stolz" auf mich, noch solche Gedanken, Wünsche und Ziele zu haben. 

In der Hoffnung, dass auch für Euch das eine oder andere etwas dabei ist, verbleibe ich mit freundlichen Grüßen und wünsche Euch wirklich von Herzen gerne einen optimale Woche und ganz viele kleine Erfolge.

Werner


 

Auf zu den tollen Attraktionen der Annakirmes

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

am Freitag, dem 27. Juli 2019 beginnt in Düren die

Annakirmes

die bis zum 4. August, also neun Tage lang dauert.

Einige Leser werden sich nun vielleicht fragen, wie ich nun ausgerechnet auf Düren komme und wo das überhaupt ist?

Grob gesagt liegt Düren etwa in der Mitte zwischen Köln und Aachen, also in Nordrhein-Westfalen und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut zu erreichen.

Als Jugendlicher bin ich mit den Großeltern jedes Jahr zur „Anna„, wie diese Kirmes liebevoll von den Einheimischen, wie auch den Besuchern genannt wird, gefahren. Dort lebte auch eine meiner Tanten, die ich sehr gerne mochte.

Diese Kirmes war für mich immer etwas ganz Besonderes und ist es bis heute auch geblieben!

Während der traditionsreichen Annakirmes, deren Wurzeln bis in das 16. Jahrhundert zurückgehen, sieht und erlebt der Besucher neben dem bekannten und bewährten Bild eines Volksfestes in Deutschland auch auffällige Konstruktionen, welche die Blicke unweigerlich auf sich ziehen.

Rund 800.000 Besucher lassen sich jedes Jahr von den rund 150 Fahrgeschäfte auf einer Länge von zweieinhalb Kilometern begeistern im darauf folgenden Jahr wieder zu kommen.

Am Eröffnungstag findet die Weltmeisterschaft im Kirschkernweitspucken statt.

Eingeweihte sind gespannt, ob „Die Renate“ zum Favoritenkreis zählen würde, hatte sie doch erst kürzlich noch ein halbes Kilo der dicken Knupper dafür verwendet, um vom Balkon aus Passanten mit den Kernen zu beglücken.

In diesem Jahr werden folgende Attraktionen den Ruf der Annakirmes als größtes Volksfest in der Euregio Maas-Rhein unterstützen:

Alpen Coaster, Drifting Coaster, Break Dancer no2, Heroes, Avenger, Schlittenfahrt, Skyfall, XXL Racer, Shake n Roll, Europa Rad, Flipper, Wellenflug, Rutsch’n, The Tower, Action House, Fuzzy’s Lachsaloon, Pirates Adventure,
Geisterstadt, 9D Cinema, Fahrt ins Paradies, Beach Party und  2 x AS

Die Annakirmes entstand ursprünglich aus der Verehrung der

Heiligen Mutter Anna im Mittelalter.

Im Jahre 1501 hatte der Steinmetz Leonhard aus Kornelimünster das „Annahaupt“ in Mainz entwendet, nach Düren gebracht und den dortigen Franziskaner-Mönchen überlassen.

Abgesandte der Mainzer Stephanskirche hatten die Reliquie zwischenzeitlich wieder in ihren Besitz gebracht, gaben sie jedoch auf Drängen der Dürener Landfrauen im Gasthaus „Zum Goldenen Stör“ wieder zurück.

Nach ein jahrelanger Rechtsstreit zwischen Düren und Mainz, entschied Papst Julius II. am 18. März 1506 wie folgt:
„Das Annahaupt solle fortan in Düren bleiben.“

Die Annakirmes ist besonders nachts weithin durch ihre einmaligen Lichteffekte sichtbar, zum Beispiel: das 50 Meter hohe Riesenrad wird von 35.000 Glühbirnen beleuchtet und bietet in 36 Gondeln Platz für je 6 Personen.

Einer der absoluten Höhepunkte findet am Freitag mit dem großen Brilliant Feuerwerk statt.

Wer das Flair eines großen Volksfestes mit vielen Attraktionen und modernsten Fahrgeschäften mag, dem kann ich einen Besuch der Annakirmes wirklich nur wärmstens – lach bei den aktuellen Temperaturen im wahrsten Sinne des Wortes – empfehlen.

Ich wünsche uns allen von Herzen gerne einen wundervollen Start in eine herrliche Woche mit aushaltbaren Temperaturen und ganz viel Freude

Werner

 

Mit einer Flaschenpost die Meereströmung erforschen

Lieber Leserinnen, liebe Leser

Heute bin ich mal wieder nostalgisch angehaucht und habe Euch eine ganz besondere Post auf den Bildschirm gebracht, die …

ext. Bild

Dabei handelt es sich um eine leere Flasche
oder ein anderes schwimmfähiges Gefäß,
welches mit einem Brief und eventuell
kleineren Gegenständen gefüllt wird,
um dann wasserdicht verschlossen
in ein Gewässer geworfen zu werden.

ext. Bild

Der Absender hegt dabei die Hoffnung,
dass die Strömung seine Botschaft
an einem anderen Ort an Land spült,
wo sie dann von einem Finder entdeckt

werden kann und hoffentlich beantwortet wird.

Die erste Flaschenpost wurde 1864 am Kaphorn von einem Herrn namens Georg von Neumayer ins Wasser geworfen.

 

Im März 2018 wurde in Australien, genauer geschrieben in den Dünen nördlich von Perth eine

132 Jahre alte Flaschenpost

von einer Spaziergängerin entdeckt. Diese Flaschenpost stammt von einem deutschen Forschungsschiff, namens „Paula“, welches unterwegs war um Meeresströmungen zu erforschen. Berichten zufolge wurde die Flaschenpost in einer Gin-Flasche am 12. Juni 1886 über Bord geworfen.

Zwischenzeitlich wurde die Echtheit der niederländischen Gin-Flasche und des billigen Papiers aus dem 19. Jahrhundert von Experten eindeutig festgestellt, sodass man von einem sensationellen Fund schreiben kann.

Der ernüchternde Text der Flaschenpost lautet:

„Der Finder wird ersucht, den darin befindlichen Zettel, nachdem die auf umstehender Seite gewünschten Angaben vervollständigt sind, an die Deutsche Seewarte Hamburg zu senden oder auch an das nächste deutsche Konsulat zur Beförderung an jene Behörde abzugeben.“

Unsere deutschen Behörden bestätigten, dass zwischen 1864 und 1933 tausende solcher Flaschen von deutschen Schiffen aus ins Meer geworfen wurden.

Mit diesem Experiment wollte die Deutsche Seewarte in Hamburg mehr über die Meeresströmungen herausfinden. Und eben diese Flasche war vom Segelschiff „Paula“ auf ihrem Weg über den Indischen Ozean über Bord geworfen worden.

Anfang der 1970er Jahre habe ich in den Niederlanden während eines Kurzurlaubes zusammen mit meiner Großmutter in der Nähe von Scheveningen eine Flaschenpost in die Nordsee geworfen.

Und tatsächlich Monate später eine Antwort aus Spanien bekommen. Ich erinnere mich immer wieder gerne an dieses tolle Erlebnis. zumal ich nie gedacht hätte, dass die Flasche jemals irgendwo ankommen würde.

ext. Bild

Ich denke heutzutage gibt es keine Flaschenpost mehr und man würde sie aufgrund der Müllmassen im Meer auch gar nicht mehr finden können.

Ich wünsche Euch von Herzen gerne einen schönen Tag mit vielen interessanten und noch mehr glücklichen Momenten.

Werner

Welttag der Schulfreunde 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute, am Dienstag, dem 25. Juni ist:

Welttag der Schulfreunde 2019

Seit mittlerweile 16 Jahren, im Jahr 2003 wurde er ins Leben gerufen, gibt es diesen Tag und ich persönlich finde diese Idee so richtig gut.

Dieser Tag hat ja nichts mit den klassischen „Klassentreffen“ zu tun.

Ein Klassentreffen bedarf recht intensiver Vorbereitung und es sind ja meist immer die gleichen Schulkameraden, die die Organisation in die Hand nehmen und letztendlich auch das Ganze durchführen.

Nein, dieser Tag ist ganz einfach dazu gedacht, dass sich Schulfreunde, die sich „ewignicht mehr gesehen haben, mal wieder ungezwungen treffen oder zumindest Kontakt zueinander aufnehmen, was in meinen Augen eine ganz besondere Form der Wertschätzung darstellt.

Ich selbst bin froh, dass es StayFriends gibt,

denn dadurch habe ich 2005 meine beste Schulfreundin wiedergefunden.

Mich selbst hatte es nach Abschluss meiner Lehre durch die Bundeswehr hunderte von Kilometern von meiner Heimat verschlagen. Und während der 12 Jahre als Zeitsoldat, habe ich geheiratet, eine Familie gegründet und bin dann in der Lüneburger Heide „hängen“ geblieben.

Meine Schulfreundin, eine verheiratete Frau, die Vollwaise ist, mal eben so wieder zu finden, war keine leichte Sache. Nun telefonieren wir wieder ab und an. Dabei erfreuen wir uns an den Erinnerungen an die gute, alte Zeit, was ich sehr schätze und voller Freude genieße.

Das Motiv zu einer Kontaktaufnahme kann Neugier sein, was aus den alten Schulkameraden wohl so im Laufe des Lebens geworden ist. Sowohl beruflich, wie auch im privaten Bereich. Oder ganz einfach die stille Sehnsucht nach einer Vertrautheit, die sich aufgebaut hatte.

Mit einer jahrelangen Freundschaft geht einher, sich darin widerzuspiegeln und das man sich auch noch nach all den Jahren wertschätzt.

Das Ziel ist,

eine alte Freundschaft zu pflegen oder zumindest Interesse zu bekunden wieder in Kontakt kommen zu wollen.

Was Freundschaft für jeden Einzelnen bedeutet, lasse ich mal dahingestellt, aber es ist eine gute Gelegenheit sich die Schulzeit mal wieder in Erinnerung zu rufen, vielleicht auch mit den Kindern oder Enkelkindern darüber zu sprechen und zuzugeben, dass man auch mal den Lehrern den ein oder anderer Streich gespielt hat.

0 - Trenner, Frühling

Egal,

ob nun dieser heutige Tag ein Gedankenanstoß zur Kontaktaufnahme zu alten Schulfreunden wird – es wäre natürlich besser, wenn dieser Tag auf ein Wochenende fallen würde – oder was auch immer,

ich wünsche Euch von Herzen gerne einen wundervollen, sonnigen und harmonischen Tag mit ganz vielen schönen Momente

Werner

Fußball verbindet, schweißt zusammen, wertschätzt

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ich verbinde Pfingsten immer noch mit Fußball und in diesem Jahr ist Pfingsten ja ganz besonders vom Fußball geprägt.

Während die Herren an der Qualifikation für die nächste Europameisterschaft arbeiten, sind die Damen in Frankreich um den Weltmeistertitel bemüht. Und heute geht es für unsere deutschen Damen los.

Das Eröffnungsspiel gestern zwischen den Damen aus dem Gastgeberland Frankreich und den Damen aus Südkorea hat schon einen Favoriten bestätigt. Die französische Mannschaft, in der alleine acht (8) Damen aus dem gleichen Verein Lyon spielen, haben sich klar als Favoriten bestätigt.

Und die Anzahl der Spielerinnen aus dem gleichen Verein ist die Überleitung zurück zu mir als Fußballspieler, der selbst 45 Jahre aktiv war.

Im Alter von fünf (5) Jahren habe ich mit dem Fußball angefangen. Es war ein TUS, also ein Turn– und Sportverein in einem 900-Seelen-Dorf im Rheinland.

Zur damaligen gab es noch eine gesunde Fußballrivalität zwischen den Dörfern und bis auf einen Fußballkameraden aus einem winzigen Nachbardorf, der über ein schier unglaubliches Talent verfügte – er war damals unser „Bomber“ – kamen alle anderen Spieler aus unserem Dorf. Wir hätten niemals einen Spieler aus einem anderen „größeren“ Dorf akzeptiert!

Wir haben damals auf roter Asche gespielt und kamen oft genug mit „Reibekuchen“ (Kölner Dialekt: Rievkooche), wie wir die Hautabschürfungen an den Oberschenkeln nach Sturz auf der Asche liebevoll nannten, nach Hause. Aber nach Säubern der Wunde war der Schmerz schnell vergessen und am nächsten Tag ging es wieder auf den Platz.

Mit der „Truppe“, in der ich damals anfing, spielte ich bis zu meinem 19. Lebensjahr zusammen und für ein kleines Dorf waren wir verdammt erfolgreich. Wir spielten durchweg in einer damals sogenannten Sondergruppe, die heutzutage mit der Bezirksklasse vergleichbar ist und mussten oft weit fahren.

Das war 1964 Problem Nummer Eins: welche Eltern haben Zeit uns zu fahren?

Oftmals – und das hat damals niemanden gestört … lach – fuhren wir als 6,7,8, und 9jährige mit unserem Trainer zusammen zu Zehnt in einem NSU Prinz zu den Auswärtsspielen.

Zu Pfingsten führte unser Dorf traditionsgemäß ein Pfingst-Turnier für die A-Jugend (16-18 Jahre alt) durch und wir hatten oft den FC Köln, den Bonner SC und oft auch Eintracht Frankfurt zu Gast.

Und dann kam das Jahr 1974. Durch einen Zufall und aufgrund der guten Kontakte unseres Vereinsvorsitzenden hatten wir die A-Jugend von den Glasgow Rangers zu Gast … und?

Wir haben sie im Endspiel besiegt … und sind vor Stolz beinahe geplatzt.

Im Jahr darauf waren die Schotten wieder bei uns zu Gast und wir haben sie wieder im Endspiel besiegt. Es war ein sehr enges Spiel, aber es gab die Riesenüberraschung in meiner „Dorffußballer“-Karriere schlechthin.

Als Dank für die gute Betreuung, usw. luden uns die Glasgow Rangers für 5 Tage ein.

Es war unglaublich schön, denn wir übernachteten in einer Jugendherberge direkt am Loch Ness.

Obwohl wir wussten, dass es eine Legende ist, saßen einige von uns trotzdem nachts ein paar Stunden am See und haben darauf gewartet, dass „Nessi“ auftaucht.

Der absolute Höhepunkt unter all den Höhepunkten dieser Reise war eine Trainingseinheit mit der Profi-Mannschaft der Rangers.

Fußball verbindet Völker, Fußball schweißt zusammen, Fußball wertschätzt, Fußball ist ein Beitrag für den Frieden

Fußball war, ist und bleibt für immer ein wesentlicher Teil meines Lebens.

Und in diesem Sinne drücke ich den Herren die Daumen für die Quali und …

den Damen voll doll die Daumen, dass es bei der WM hoffentlich bis ins Endspiel geht!

Liebe Damen, bitte verzeiht mir, aber weil wir „dummen“ Männer uns ja anschauen, wie 22 Idioten EINEM Ball hinterher rennen, konnte ich es mir nicht verkneifen, mal etwas dagegen zu setzen

Die Damen haben meinen absolut vollsten Respekt und ich bin froh, dass diese dumme Klischee aus der „Zopfzeit“, nämlich, dass Frauen nichts im Fußball zu suchen hätten, vom Tisch ist.

Egal, ob Ihr Fußball mögt oder nicht, ich schwelge in meinen wunderschönen Erinnerungen und wünsche uns allen von Herzen gerne ein Pfingstfest mit aushaltbaren Temperaturen, vielen Sonnenstunden und harmonischen Momenten im Kreise Eurer Liebsten

Werner

Der Käfer war ein Wirtschaftwunder auf Rädern

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
Nostalgie regt mich in der aktuellen Zeit wirklich sehr oft zum Nachdenken in alle Himmelsrichtungen an und zu allen möglichen Themen rund um das menschliche Leben in einer Zeit, wo so etwas wie die AFD niemals Thema gewesen wäre und dann denke ich, WIE schön doch alles war.
Aus dem reichlichen Erfahrungsschatz, der sich ganz sicher bei jedem von uns im Laufe des Lebens angesammelt hat, habe ich mir nun den VW-Käfer herausgepickt und ganz einfach mal jetzt, im Zeitalter der Elektroautos, humoristisch „unter die Lupe“ genommen:

 

es gibt einige recht schlagkräftige Gründe,
warum ein Käfer einer Beziehung durchaus
vorzuziehen wäre:

Dieser Käfer wird niemals Kopfschmerzen haben

Dieser Käfer wird Dich stets respektieren,
auch wenn er mal nicht sofort anspringt

 

 

 

Du musst diesen Käfer nicht großartig ausführen,
damit er glücklich ist

 

Du kannst diesen Käfer
während des gesamten Monats genießen

Dieser Käfer wird immer auf Dich warten,
auch, während Du z.B.: Fußball schaust

Dieser Käfer wird niemals eifersüchtig sein,
auch, wenn Du mal einem anderen Käfer
hinterher schauen solltest

Dieser Käfer wird von Dir niemals verlangen,
ein gleichberechtigter Partner zu sein

Wenn Du diesen Käfer mal gegen einen anderen
eintauschen solltest, wirst Du niemals in die
Verlegenheit kommen, Unterhalt zahlen zu müssen

 

Dieser Käfer kann nicht reden!

Ein anderer Mann wird Dir nur in den seltensten
Fällen Deinen Käfer wegnehmen

Dieser Käfer wird sich weder von Dir trennen,
noch nach einen anderen Benutzer suchen

Dieser Käfer braucht nur max. 120 Sekunden,
um auf „Betriebstemperatur“ zu kommen.

Dieser Käfer braucht lediglich 2 Paar „Schuhe“

Dieser Käfer wird immer auf Dich warten, auch,
wenn es bei Dir noch so spät wird

Dieser Käfer wird nie mit einem(r) Jüngeren
auf und davon sein

0-Trenner-grün-300x32

1947 konnten die ersten Privatpersonen die VW-Modelle kaufen.

Das Wirtschaftswunder auf vier Rädern aus Wolfsburg war nicht zu bremsen und schon 1955 feiert Volkswagen das millionste Exemplar.

Made in Germany“ kam auch in den USA gut an, wo der „Beetle“ zum Verkaufshit wird.

Er läuft und läuft und läuft…“, heißt es in der VW-Werbung.

Mit dem letzten Käfer aus dem Emder VW-Werk endete 1978 die Europa-Produktion des erfolgreichen Volkswagen. Als Kultauto fährt das knuffige Modell weiterhin um die Welt, zum Beispiel sind heute noch in Mexiko 90 Prozent der Taxis VW Käfer.

ICH erinnere mich sehr gerne an meinen eigenen Käfer:
er war mein erstes Auto und ich war mehr als
stolz, wie „Oskar“ mit meiner geteilten Heckscheibe!

Und so manches Mal, wenn ich mein Leben Revue passieren lasse und ganz intensiv über die „gute, alte Zeit“ nachdenke, dann vermisse ich ihn schon voll doll.

0-Trenner-grün-300x32

Ich wünsche Euch von Herzen gerne
einen wundervollen Tag

Werner

%d Bloggern gefällt das: