Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Probleme gibt es immer mal und rund um den Erdball.

Sie sind Bestandteil unseres Lebens. Das ist ja auch völlig normal, aber den riesengroßen Unterschied macht es, wie man als Betroffener damit umgeht.

Persönlich war ich immer der Meinung nicht für Probleme zuständig zu sein, sondern nur für Lösungen! Das hat auch viele, viele Jahre in meinem Leben ganz gut geklappt.

Ich war ebenso auch immer überzeugt, dass alle Probleme einen natürlichen Sinn oder eine natürliche Bedeutung haben. Bis, ja bis ich dann auf den absoluten Härtefall getroffen bin.

Einen Mensch, dessen Verhalten ich nie für möglich gehalten habe, da meine Einstellung zum Leben absolut positiv ist. Und dann kam der Härtefall und traf mich mit aller Härte!

Meine Großmutter warnte mich einst:

Du wirst Menschen treffen, denen Du völlig egal bist!

Sie werden Dir aus purer Berechnung weiß machen, Du wärest ihnen wichtig! Aber, wenn Du alles für sie getan hast, Dich aufgeopfert hast und spätestens dann, wenn Deine Ersparnisse aufgebraucht sind, werden sie Dich fallen lassen, wie „eine heisse Kartoffel!“

Ich habe nicht immer an die Worte meiner Großmutter gedacht! Ich gehöre zu den Menschen, die grundsätzlich an das Gute im Menschen glauben!

Ab und an habe ich im Verlaufe meines Lebens damit schon mal falsch gelegen gehabt, aber letztendlich immer eine Lösung gefunden.

Bei besagtem Härtefall jedoch bin ich so richtig „auf die Fresse geflogen„!

Es handelte sich um das, was wir unter dem Begriff „ICH-Mensch“ kennen.

Jemand der nur sich selbst sieht und liebt. Jemand, der meint das NON PLUS ULTRA zu sein. Alle anderen haben sich unterzuordnen.

Und dann kam der Hammer:

Selbst, als ich mich völlig untergeordnet hatte, keine eigene Meinung mehr geäußert habe und wie ein getreuer Diener alle Anordnungen ausgeführt hatte, war es noch lange, lange nicht genug.

In ganz seltenen Fällen gab es einmal ein leise gehauchtes Danke, um mich „bei der Stange zu halten“. Aber die Achtung und die Gegenliebe, die man sich als liebender Mensch wünscht und nach der man sich sehnt, ist ein ICH-Mensch nicht einmal ansatzweise zu geben in der Lage.

Weder zu zeigen, geschweige denn erst recht zu äußern!

 Ganz besonders weh tut es, wenn grenzenlos entgegen gebrachtes Vertrauen missbraucht wird.

Wenn man nicht einmal weiß warum, weil die alles entscheidenden Fragen ganz bewusst unbeantwortet bleiben.

Ein ICH-Mensch versteht es perfekt seelische Schmerzen durch Schweigen künstlich ins Unendliche zu treiben. Und?

Sonnt sich obendrein ausgiebig in den Schmerzen, den er anderen Menschen dabei zufügt! Aber nicht nur das. Er lässt Gleichgesinnte an seinem Erfolg auch noch teilhaben! Dabei werden Lügen verbreitet und jedes Mittel ist recht!

Dann erinnerte ich mich wieder an Großmutters Worte:

Es ist wichtig stark zu sein, denn nach jedem Dunkel und auch nach jedem Fallen im Leben kommen auch wieder wirklich gute Dinge, darum sei stets glücklich und lache.

Ich bin stark und ich weiß, das „irgendwann“ mal wieder etwas Gutes passieren wird. Aber ebenso weiß ich, dass reichlich viele schlechte Dinge in Form von künstlich erzeugten Problemen oder Vorurteilen existieren! Probleme, die sich bei nüchterner Betrachtung mit keiner Kraft, Stärke oder Liebe lösen lassen werden.

Zu meinem eigenen Schutz habe ich nun Großmutters letzte mentaleJoker“ gezogen, die da heißen:

Erinnere Dich, lebe für Dich. Denke daran, atme.
Bevor Du selbst redest, höre aufmerksam zu.
Bevor Du etwas schreibst, überlege.
Bevor Du antwortest, höre zu.
Bevor Du stirbst, lebe.
Bevor Du etwas tust, beobachte.
Wenn Du glücklich sein willst, dann lebe glücklich.

Achte auf die guten Menschen um Dich herum,

denn Du bist einer von ihnen!

Und glaube mir:

wenn Du es am wenigsten erwartest, wird es jemanden geben, der Deinem Leben wieder neuen Glanz verleiht.

Ich appelliere an Euch, um Himmels Willen niemals Eure Persönlichkeit von Menschen zerstören zu lassen, die nur vorübergehend in Eurem Leben waren, denn die sind es ganz sicher nicht wert!

In diesem Sinne wünsche ich uns allen von ganzem Herzen den notwendigen Willen und das Quäntchen Glück, welches man braucht, um durch die Tiefen des Lebens halbwegs annehmbar hindurch zu kommen.

Euer „alter Mann“

Werner Heus