Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Weihnachtsmärkte habe in unserem Land eine lange Tradition.

Und mal so ganz ehrlich unter uns gefragt: was wäre Weihnachten ohne den Weihnachtsmarkt?

Denn Weihnachtsmarkt bedeutet:

festlich geschmückte Straßen, Plätze und Häuser, überall ertönt besinnliche Musik, ein süßlich-herzhafter Duft liegt in der Luft. Bei einem Bummel steigt die Vorfreude auf Weihnachten.

Ganz egal ob nun nur zum gemütlichen Beisammensein, für den Genuss von Glühwein oder Punsch und auch allerlei Leckereien oder für die Besorgung der Weihnachtsgeschenke so erfreuen die Weihnachtsmärkte viele Menschen in der vorweihnachtlichen Zeit und verkürzen auch das Warten auf den Heiligabend.

 Ursprünglich war es so, dass sich sich die Kirchen durch den Aufbau der Märkte in der Nähe der Gotteshäuser ganz einfach höhere Besucherzahlen erhofften. Da war aber eher der Wunsch der Vater des Gedanken, denn die Menschen kamen vor allem wegen des weihnachtlichen Ambientes auf den Weihnachtsmarkt.

Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb haben viele Weihnachtsmärkte ihr traditionelles Konzept bis heute erhalten. Sie sind auch deshalb immer noch sehr viel beliebter als die modernen Märkte, die eher einem Wochenmarkt, einer Kirmes oder gar einem Rummel ähneln.

In Deutschland gehören der Striezelmarkt in Dresden und der Christkindlesmarkt in Nürnberg. zu den ältesten bekannten Weihnachtsmärkten mit langer Tradition.

Jedoch auch in vielen anderen deutschen Städten, ebenso in Österreich und einigen anderen europäischen Ländern bieten Weihnachtsmärkte traditionelle Handwerkskunst, sowie orts- oder regionale Spezialitäten.

Darüber hinaus findet eine große Vielzahl weihnachtlicher Events statt.

Eine kulinarische Besonderheit ist das typische Aachener Backwerk: Printen, die durch geschnitzte Holzschablonen verschiedene Formen erhalten, Lebkuchen und Spekulatius.

In Braunschweig bieten etwa 140 Kunsthandwerker und Marktkaufleute verschiedenste Produkte und Köstlichkeiten, sowohl aus der Region, als auch aus aller Welt an, unter anderem Keramik- und Glaswaren, Kerzen oder Holzspielzeug.

Der Chemnitzer Weihnachtsmarkt gilt als einer der schönsten in Sachsen.

Rund um das Rathaus wird in mehr als zweihundert Holzhütten unter anderem die traditionelle Holzschnitzkunst aus dem Erzgebirge angeboten. Absolut nicht zu übersehen sind die fünfstöckige, zwölf Meter hohe Weihnachtspyramide und ein fünf Meter hoher Lichterbogen.

Die Stadt Goslar im Harz bezaubert den Besucher mit ihren schmalen Gassen, mit Schiefer verkleideten Fachwerkhäusern und nostalgischem Flair. In der Adventszeit zieht in dieser verträumten Kulisse der historischen Altstadt der Weihnachtsmarkt mit seinen urigen Holzhütten ein und der dazugehörige Weihnachtswald sorgt obendrein noch für eine märchenhafte Stimmung.

Tja, und da fehlt ja noch das Marzipan, welches ursprünglich für die Kalifen im Orient kreiert wurde und hierzulande traditionell in Lübeck hergestellt wird.

Rund um das Rathaus der Hansestadt werden alljährlich über 200 Verkaufsstände aufgebaut, die verschiedenste Marzipan-Spezialitäten anbieten.

Beim Weihnachtsbasar der Konditorei Niederegger können Besucher zudem einen Blick hinter die Kulissen der Herstellung von Marzipan werfen.

Wer die schönsten Weihnachtsmärkte in Deutschland und Österreich bereits kennt, dem kann ich von Herzen gerne eine Reise in eines unserer anderen Nachbarländer empfehlen, denn die haben ebenfalls eindrucksvolle Märkte zu bieten.

Werner Heus