Liebe Leserinnen, liebe Leser,

am heutigen Montag, dem 25. November, ist:

Internationaler Tag zur

Beseitigung von Gewalt gegen Frauen 2019

Es ist mehr als erschreckend, dass weltweit Millionen von Frauen überfallen, geschlagen, vergewaltigt, verstümmelt oder sogar getötet werden. Insgesamt sprchen wir hier über:

Zwangsprostitution, Sexueller Missbrauch, Sextourismus, Vergewaltigung, Beschneidung von Frauen, Häusliche Gewalt, Zwangsheirat, Abtreibung weiblicher Föten, etc.

Das sind grausame Verletzungen der Menschenrechte.

Auszug aus der Erklärung von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon zum Internationalen Tag für die Beseitigung der Gewalt gegen Frauen vom 25. November 2012:

Ob in Kriegsgebieten oder im eigenen Zuhause, ob auf der Straße, in der Schule oder am Arbeitsplatz – 70 Prozent aller Frauen haben irgendwann einmal in ihrem Leben körperliche oder sexuelle Gewalt erfahren.

Ein Viertel aller schwangeren Frauen sind betroffen.

Viel zu häufig bleiben die Täter unbestraft. Frauen und Mädchen haben zu große Angst über das zu sprechen, was ihnen angetan wurde.

Es herrscht eine Kultur der Straflosigkeit.

Wir müssen die Angst und die Scham bekämpfen! Es darf nicht sein, dass die Opfer, welche ja ohnehin schon unter den eigentlichen Verbrechen zu leiden haben, zusätzlich bestraft werden! Es sollten die Täter sein, die sich geschändet fühlen, nicht ihre Opfer.

Der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

wird seit 1960 jedes Jahr begangen.

Hintergrund für den Aktionstag war der Fall Mirabal:

die Schwestern Mirabal, Mitglieder der „Movimiento Revolucionario 14 de Junio“, wurden 1960, nach mehreren vorangegangenen Verhaftungen, in der Dominikanischen Republik durch Militärangehörige des damaligen Diktators Rafael Trujillo verschleppt und schließlich ermordet.

1981 wurde bei einem Treffen lateinamerikanischer und karibischer Feministinnen der 25. November zum Gedenktag der Opfer von Gewalt an Frauen ausgerufen.

Dies geschah insbesondere um die staatliche Organe an ihre Verantwortung für den Schutz von Mädchen und Frauen zu erinnern.

ext. BildUm die medizinische Versorgung von Gewaltopfern zu verbessern, hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eine Informationsmappe für Gesundheitsfachkräfte erstellt.

Die Publikation mit dem Titel Häusliche Gewalt: Erkennen und Helfen unterstützt Ärztinnen und Ärzte beim Diagnostizieren, Ansprechen und gerichtsfesten Dokumentieren von Gewalt sowie den körperlichen und seelischen Folgen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Vermittlung der im Rahmen des Modellprojektes „Medizinische Intervention gegen Gewalt an Frauen“ (MIGG) gewonnenen Erkenntnissen und Erfahrungen.

Es wurde auch ein Magazin für Patientinnen entwickelt, das von Gewalt betroffene Frauen ermutigen soll, sich an Ärztinnen und Ärzte ihres Vertrauens oder an eine Beratungsstelle zu wenden. Beide sind in mehreren Sprachen erhältlich.

Ärzte und Ärztinnen können außerdem den betroffenen Frauen weiterführende Hilfsangebote und Unterstützungsmöglichkeiten aufzeigen, um den Kreislauf der Gewalt zu durchbrechen.

Ziel der deutschen Entwicklungspolitik sollte es recht kurzfristig sein, nicht nur die Rechte von Frauen ganz entscheidend zu stärken, sondern auch durch verstärkte Aufklärung den Frauen die Ängste und Bedenken, sich zu outen, zu nehmen.

Persönlich finde ich ich eines extrem wichtig:

Gewalt gegen Frauen darf kein Tabuthema bleiben!

Es sollte politisch im Kern darum gehen, die Einfluss- und Entscheidungsmöglichkeiten von Frauen erheblich zu erweitern!

Ohne Gleichberechtigung der Frauen ist auch Entwicklung nicht möglich.

Werner Heus