Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute, am Freitag, dem 8. November, ist:

Internationaler Tag der Putzfrau 2019

Der heutige Tag soll auf die Arbeit von Putzfrauen und -männern weltweit hinweisen.
Ebenso soll auf die Situation von Putzfrauen aufmerksam gemacht werden. Vor allem hinsichtlich besserer Arbeitsbedingungen und eines besseres Ansehen innerhalb der Gesellschaft.
Eine Möglichkeit wäre es, dem Reinigungspersonal einfach mal „Danke“ für die ständig zu leistende Arbeit zu sagen.
Eine weitere wäre es, den Reinigungskräften an diesem Ehrentag eine einzelne weiße Rose zu überreichen.

Persönlich finde ich die Bezeicnung: Putzfrau ja nicht so besonders schön!

Es klingt für mich irgendwie „abwertend„.

Raumpflegerin trifft es da meines Erachtens schon eher.

Während meiner vielen Jahren in der Pflege hatte ich schon beinahe Hochachtung vor den Reinigungskräften! Sie sind ganz besonders dann eine wertvolle Hilfe, wenn man als neuer Mitarbeiter in einer Pflegeeinrichtung die Arbeit aufnimmt. Da können sie bei Sympathie eine überaus wertvolle Informationsquelle sein.

Nicht nur bzgl. des „Flurfunk“ und Informationen über die Einrichtung als solches, sondern viel mehr auch, um wertvolle Informationen über die Bewohner zu erhalten. Oftmals öffnen sich ältere bzw hochbetagte Menschen gegenüber der Reinigungsfachkraft viel eher! Diese Menschen geben den Reinigungsfachkräften gegenüber eigentlich sehr intime Dinge viel schneller preis als gegenüber dem Pflegepersonal oder gar der Leitung.

Ich habe die Reinigungskräfte immer herzlich und liebevoll meine lieben „Damen vom Fußbodenkosmetikgeschwader“ genannt.

Daraufhin durfte ich in schmunzelnde, fröhliche Gesichter schauen.

Oft sind sie „unsichtbar“, oft werden sie einfach übersehen und dennoch sind sie immer da! Sie sorgen für Frische, Hygiene und Sauberkeit.

Der Buchautorin Gesine Schulz ist es zu verdanken, dass es diesen Tag überhaupt gibt! Angeregt durch einen Roman und ärgerlich darüber, dass für fast jeden „Humbug“ einen Welttag gibt, trug sie den Internationalen Tag der Putzfrau im Jahr 2004 kurzerhand selbst bei Wikipedia ein und seitdem wird er gefeiert.

Dafür spreche ich der Dame Gesine Schulz meinen vollen Respekt aus!

 

Schätzungen zufolge arbeiten ca. 3,6 Millionen Menschen als Hilfen in deutschen Haushalten, die putzen, kochen, bügeln, staubsaugen, etc.

Eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW Köln) besagt, dass ein sehr hoher Anteil davon „schwarz“ arbeitet: Und das, obwohl es durchaus Möglichkeiten gibt, Reinigungskräfte legal anzumelden.

Ein Großteil der deutschen Haushalte verzichtet jedoch immer noch darauf und zwar nicht nur, weil der Aufwand gefürchtet wird, sondern auch weil es viele Putzkräfte so wünschen.

Viele von ihnen scheuen den bürokratischen Aufwand und haben Angst vor dem Schritt in die Selbstständigkeit. Eine legale Alternative wäre der Minijob, aber davon machen leider auch nur sehr wenige Gebrauch.

Fest steht in jedem Fall, dass es ohne die Hilfe einer Putzfee in vielen Haushalten drunter und drüber gehen würde! Es ist auch gar nicht so einfach, jemanden zu finden, den man ohne Bedenken in der Wohnung alleine lassen kann.

Ich wünsche uns allen keinen Putzfimmel zu bekommen und einen perfekten Start in ein Herbst-Wochenende mit vielen Sonnenstunden

Werner