Liebe Leserinnen, liebe Leser,

am Sonntag, dem 9. Juli 2017 wurden im polnischen Krakau während einer Sitzung die Eiszeithöhlen auf der Schwäbischen Alb von dem UNESCO-Komitee als Weltkulturerbe anerkannt!

Nach den Angaben der UNESCO sind die sechs Höhlen der Eiszeitkunst auf der Schwäbischen Alb Zeugnis von einer der frühesten figurativen Kunst weltweit!

Sie liefern wichtige Erkenntnisse über die Entwicklung der Kunst.

Zu den sechs Höhlen gehören die Vogelherdhöhle (siehe Bild),

der Hohle Fels sowie die Höhlen Hohlenstein-Stadel und Geißenklösterle.

Sie hatten auf Platz Eins der deutschen Vorschlagsliste aus dem Jahr 2017 gestanden und wurden doch tatsächlich einstimmig zum Weltkulturerbe erklärt.

Die Höhlen rund um die Ortschaft Blaubeuren, im Alb-Donau-Kreis gelegen, gelten als eines der wichtigsten Ausgrabungsgebiete für Archäologen.

Unter anderem fanden Forscher dort die älteste bekannte Menschenfigur der Welt, die mehr als 40.000 Jahre alte Venus vom Hohle Fels (siehe Bilder) .

Bei den Ausgrabungen, die seit den 1860er Jahren laufen, wurden auch acht Flöten aus Vogelknochen oder Mammutelfenbein gefunden.

Die Skulpturen aus Mammutelfenbein sind meist nicht größer als sechs Zentimeter.

In vielen Fällen wurden Tiere nachgebildet, die einst in der Region vorkamen:

Höhlenlöwen, Bären, Wisente und Mammuts sowie verschiedene Vögel.

Einen Sonderfall stellt mit 31 Zentimetern der Löwenmensch dar!

Es handelt sich dabei um ein mystisches Mischwesen aus Mensch und Höhlenlöwe.

Und dieses Mischwesen gilt zugleich als die älteste Darstellung eines Mannes.

Diese Fundstücke sind bis zu

43.000 Jahre alt.

Sie gehören zu den ältesten Zeugnissen für eine bewusste künstlerische Betätigung des frühen Menschen.

Die wichtigsten Funde aus dem Bereich der Schwäbischen Alb können

in Museen in Ulm, Tübingen und Blaubeuren besichtigt werden.

Die nunmehr sechste Welterbestätte repräsentiert die kulturelle Vielfalt und Geschichte Baden-Württembergs, sagte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU). „Sie ist einzigartig, faszinierend und von überragender Bedeutung. Dieses Erbe gilt es zu schützen und für nachfolgende Generationen zu bewahren.“

Und auch der Tourismusminister Guido Wolf (CDU) äußerte sich zur Auszeichnung:

„Mit der Ernennung der Eiszeithöhlen zum Weltkulturerbe wird das schon jetzt überaus attraktive Angebot an archäologischen Sehenswürdigkeiten im Land weiter aufgewertet.“

Im Hochsommer sind die Eiszeithöhlen ein perfekter Ort, um sich mal etwas Abkühlung zu verschaffen und gleichzeitig Weltkulturerbe zu besichtigen.

Am 6. Juli 2019 mit dem historischen Wassermanagement-System in Augsburg (Bayern) und der Bergbauregion Erzgebirge zwei weitere deutsche Weltkulturerbe- und Naturstätten in die begehrte UNESCO-Liste aufgenommen. Die Zahl des besonders schützenswerten Kultur- und Naturerbes in Deutschland stieg damit auf 46 und die Tendenz ist weiter steigend.

Na dann,

drücken wir doch von Herzen gerne die Daumen, dass es weitere Sehenswürdigkeiten aus unserem schönen Land schaffen, in die UNESCO-Liste aufgenommen zu werden.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen einen wundervollen Tag mit herrlichen Sonnenstrahlen

Werner